Zehn Kommunen aus dem Kreis Borken erhalten Fördermittel zur Anbindung der Außenbereiche

Landrat Dr. Kai Zwicker: Wichtiger Meilenstein im Breitbandausbau für den Außenbereich

 

Ein wichtiger Meilenstein für den kreisweiten Breitbandausbau ist mit der Übergabe von Zuwendungsbescheiden zur Förderung der Breitbandanbindung in den Außenbereichen von zehn Städten und Gemeinden im Kreis Borken erreicht worden. So konnten jetzt die Kommunen Ahaus, Bocholt, Borken, Heek, Heiden, Isselburg, Legden, Reken, Schöppingen und Velen in Düsseldorf positive Förderbescheide zur Erschließung der Außenbereiche entgegen nehmen. Diese Kommunen profitieren dabei von dem „Programm zur Förderung des Next Generation-Access im ländlichen Raum“ des Ministeriums für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz NRW.

Zum Stichtag 1. März 2018 hatten die zehn Kommunen insgesamt 37 Projektanträge eingereicht, deren Umsetzung nun mit der Übergabe der Förderbescheide durch NRW-Landwirtschaftsministerin Christina Schulze Föcking beginnen kann. Insgesamt werden durch die Förderzusagen Projekte mit einem Gesamt-volumen von rund 63 Mio. Euro ermöglicht. Etwa 55 Mio. Euro dieser Gesamtkosten werden durch die Fördermittel finanziert. Die jeweiligen Kommunen übernehmen den restlichen Anteil von 10 % als Eigenanteil. Die Förderfähigkeit wurde in den zehn Kommunen zuvor aufgrund des sogenannten „Marktversagens“ festgestellt. Dies ist zwingende Voraussetzung für die Förderung. Die Ministerin konnte bei dem Übergabetermin im Ministerium in Düsseldorf alle Bürgermeister der geförderten Kommunen und die zuständi-gen kommunalen Projektleiter sowie Vertreter der Bezirksregierung Münster und der Wirtschaftsförderungsgesellschaft für den Kreis Borken mbH (WFG) begrüßen. Insgesamt übergab sie Förderbescheide über gut 60 Mio. EURO an elf Kommunen, davon zehn aus dem Kreis Borken. „Ein toller Erfolg“, so Landrat Dr. Kai Zwicker, und er zollte den Kommunen, der Bezirksregierung und der WFG große Anerkennung für ihre erfolgreiche Zusammenarbeit. Zwicker: „Ich weiß, wie komplex das An-tragsverfahren ist und wie engagiert dabei zusammengearbeitet wurde. Dies ist ein großer Schritt in Richtung Fortschritt und Digitalisierung für uns im Kreis Borken. Auch die landwirtschaftlichen Betriebe im Außenbereich werden so die Möglichkeiten der Digitalisierung künftig nutzen können.“ Unterstützt wurden die Kommunen in den Förderverfahren durch die WFG. WFG-Geschäftsführer Dr. Heiner Kleinschneider lobte die gute Zusammenarbeit aller Beteiligten, die oftmals auch von Durchhaltevermögen und Hartnäckigkeit geprägt gewesen sei. „Insbesondere ist es auch der partnerschaftlichen Zusammenarbeit mit der Bezirksregierung Münster zu verdanken, dass nicht nur Fragen umgehend geklärt werden konnten, sondern eine besonders schnelle Bewilligung der Förderanträge erfolgte“, so Kleinschneider. Ein Großteil der Fördermittel werde direkt zu Aufträgen in der Region führen, so dass beispielsweise auch Tief-bauunternehmen in der Region unmittelbar davon profitieren würden. Inken Steinhauser (WFG) und Katharina Reinert (WFG), die die Förderverfahren in den Kommunen leitend begleitet und unterstützt haben, sind erleichtert über diesen weiteren wichtigen Schritt in Richtung einer Gigabit-Gesellschaft. „Wir rechnen damit, dass durch die Förderprojekte die besonders leistungsfähige Glasfaserversorgung bis zum Hausanschluss der Bürger im Kreis Borken schon bald bei über 40 Prozent liegt“, erklärte Inken Steinhauser, Leiterin Digitalisierung.

„Unter den eingereichten Förderprojekten sind besonders zukunftsfähige Glasfaserlösungen“, freut sich Katharina Reinert, Leiterin Breitbandausbau, und ergänzt: „Sofern alle Projekte wie beantragt umgesetzt werden, gehen wir im Kreis Borken ein großen Schritt in Richtung äußerst nachhaltiger Infrastrukturen.“ Dadurch, dass der Ausbau in insgesamt 37 Projektgebieten erfolge, seien auch kleinere Anbieter aus der Region in der Lage gewesen, Angebote abzugeben. Das bedeute, so Katharina Reinert und Inken Steinhauser, dass ein Großteil der Wertschöpfung aus dem Betrieb der künftigen Netze in der Region verbleibe. Nachdem nun die formellen Hürden genommen sind, kann der eigentliche Ausbau starten. „Der Vorteil des Landesprogramms, das unter der Federführung des Landwirtschaftsministeriums steht, liegt vor allem da-rin, dass mit der Antragstellung bereits ein Anbieter ausgewählt ist“, erläuterte Dr. Sabine Rinck, Breitbandkoordinatorin des Kreises. Sobald die Verträge unterzeichnet sind, kann unmittelbar mit dem Ausbau begonnen werden. Die Anbieter stehen bereits in den Startlöchern.

Bildunterschrift: Zehn Kommunen aus dem Kreis Borken freuen sich über die Förderzusage über 55 Mio. € zur Anbindung der Außenbereiche an das schnelle Internet. (Foto: Ralph Sondermann)

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