Ökoprofit II -
Umwelt- und Klimaschutz mit Gewinn - Interesse an Ökoprofit ist ungebrochen groß.
Während sich 14 Unternehmen der ersten Ökoprofit-Runde auf die Zertifikatsübergabe am 23. September 2011 im Sportschloss Velen freuen, stehen bereits 14 Unternehmen aus dem Kreis Borken für Ökoprofit II am Start.
WFG-Betriebsberater und Projektleiter Ingo Trawinski über die Erwartungshaltung der Unternehmen, Mehrwert und Abläufe.
Frage: Für den Kreis Borken ist Ökoprofit relativ neu. Trotzdem ist das Interesse schon nach so kurzer Zeit enorm groß. Was verbirgt sich hinter Ökoprofit?
Ingo Trawinski: Bei Ökoprofit ist der Name Programm. Ökoprofit ist ein vom Land NRW gefördertes Projekt, das sich bewährt hat, um in Unternehmen effiziente Umweltmanagementsysteme zu etablieren und konkret Einsparpotentiale zur Senkung von Betriebskosten und zum Schutz der Umwelt aufzudecken.
Frage: Die Erwartungshaltung von Unternehmen ist also zu Recht sehr hoch?
Ingo Trawinski: Mit Ökoprofit gewinnen Unternehmen doppelt. Das hat gerade die erste Ökoprofit-Runde bestätigt, an der 14 Unternehmen aus dem Kreisgebiet teilgenommen haben. Einsparpotentiale von mehreren tausend Euro jährlich sind keine Seltenheit. Daneben werden nachhaltig neue Strukturen, z.B. Umweltteams und Prozessabläufe eingeführt, von denen die Unternehmen immer wieder neu profitieren.
Frage: Analyse von Einsparpotentialen und Betriebsprozessen - das klingt sehr aufwendig. Wie groß ist der Aufwand auf der Unternehmensseite?
Ingo Trawinski: Das Zusammenstellen von zuständigen Teams in Unternehmen, die sich in den Workshops untereinander und mit anderen Teams austauschen können, ist der große Vorteil von Ökoprofit. Mitarbeiter erhalten die Anleitung selbst Einsparpotentiale zu entdecken. Die Ansätze sind vielfältig. Sie werden geschult umweltrelevante Betriebsdaten zur z.B. Abfallvermeidung oder Energieeinsparung selbst zu erheben. Zudem lässt sich so soziale und ökologische Verantwortung im Unternehmen aktiv leben. Maßnahmen werden innerhalb zahlreicher Workshops und in Vor-Ort-Terminen nicht aufgesetzt, sondern gemeinsam entwickelt.
Frage: Wie wird das dazu nötige fachliche Know-how eingebracht?
Ingo Trawinski: Mit der fachlichen Betreuung des Projektes wurde das erfahrene Team von B.A.U.M. Consult in Hamm unter der Leitung von Dr. Stefan Große-Allermann beauftragt. Ökoprofit bündelt daneben das Know-how von Trägern, Firmen, Institutionen und externen Experten zu einem effizienten Netzwerk. Als Wirtschaftsförderungsgesellschaft für den Kreis Borken haben wir mit dem Kreis Borken sowie der Unterstützung vieler Kommunen den Stein ins Rollen gebracht und werden dabei von der Industrie- und Handelskammer Nordwestfalen, der Kreishandwerkerschaft Borken und der Effizienz-Agentur NRW unterstützt. Alle Teilnehmer profitieren von einem effizienten Netzwerk.
Frage: Ökoprofit ist am Ende ein großer Gewinn, aber zunächst eine große Investition?
Ingo Trawinski: Die Kosten für die Teilnehmer halten sich durch die Schlüsselung der Teilnahmegebühr nach Unternehmensgröße und die Fördergelder deutlich im Rahmen, nicht zuletzt auch durch die finanzielle Unterstützung der VR-Bank Westmünsterland und der Volksbank Gronau-Ahaus.
Frage: Wann werden die neuen Ökoprofit-Teilnehmer von ihren Erkenntnissen berichten?
Ingo Trawinski: Das bewährte Prozedere bleibt. Nach ca. 6 Monaten und 4 Workshops werden die Zwischenergebnisse präsentiert. Nach Ablauf der einjährigen Projektphase erhalten die Unternehmen ihr Ökoprofit-Zertifikat.
Lesen Sie zu Ökoprofit II auch einen Bericht in der kommenden Ausgabe der „Wirtschaft aktuell“.
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