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Fach- und Personalkompetenz für Technologietransfer steht –

Neue Professoren für den Studiengang BIONIK berufen

 

Seit dem Sommersemester 2011 wird der Studiengang BIONIK an der FH Gelsenkirchen Abteilung Bocholt von einem Professoren-Trio gelehrt.

 

Es sind die Fächer Chemie und Werkstoffkunde, aber auch Bionik und Phsyik. Der zum Wintersemester 2010/2011 gestartete Studiengang Bionik bietet seit dem Sommersemester ein erweitertes, naturwissenschaftlich orientiertes Fächerspektrum, das nun alle Facetten der Bionik abdeckt. Möglich machen dies die Neuberufungen von Dr. Andrea Springer (Chemie und Werkstoffkunde) und Dr. Martin Maß (Bionik und Phsysik).

„Lernen soll Spaß machen und das erreiche ich nur, wenn den Studierenden ein Lämpchen aufgeht und sie das Fach Chemie verstehen und lieben lernen“, erklärt Dr. Andrea Springer, die in Essen Chemie studierte und  dort zum Doktor der Naturwissenschaften promovierte. Und ihr Kollege Dr. Maß ergänzt:  „Bionik kommt nicht vom Bioladen. Wer Bionik lernen will, muss Bionik verstehen und machen und darf nicht nur zuschauen. Dazu gehören neben den Grundlagen der Chemie auch die der Physik“. Diese selbst hat er an der Uni Dortmund erworben und im Promotionsstudium vertieft.

 Beispielsweise wird aktuell untersucht, warum die Haare im Pferdeschweif so hart und fest sind und wie man sie mit dem chemisch erzeugten Werkstoff ‚Nylon‘ vergleichen kann. „Uns ist wichtig,  dass auch durch die z.T. von den Studierenden selbst vorgeschlagenen Aufgaben Fähigkeiten in analytischem Denken entwickelt werden. Erlerntes Theoriewissen wird am praktischen Objekt erprobt. Die Entdeckungsmöglichkeiten sind unendlich“, erklärt Prof. Tobias Seidl. Mit dem Fächer-Schwerpunkt Sensorik lehrt er in Bocholt bereits seit vergangenen Herbst als Bionik-Professor der ersten Stunde.

Ab sofort kann die Natur auch von den Studierenden ins Labor getragen werden, denn die Bocholter Bioniker haben am 6. Juni 2011 ein eigenes Gebäude auf dem Campus der Hochschule eingeweiht. Auf über 700 Quadratmetern Nutzfläche stehen nun hochmodern eingerichtete Labore für Biomechanik, Biosensorik, Biologie und Chemie für das anwendungsorientierte Bionik-Studium zur Verfügung. Über eine Million Euro ließ sich die Hochschule die bauliche Erweiterung ihres Hochschulstandortes kosten. Dazu kam noch

einmal ein sechsstelliger Betrag für die Laborausstattung.

 

 

Viele Fragen und Versuche helfen auf neue Ideen zu stoßen und bestehende, scheinbar selbstverständliche Naturentwicklungen genauer unter die Lupe zu nehmen. Doch allein dabei soll es nicht bleiben. Technologietransfer in die heimische Wirtschaft gehört zur Gründungs-DNA des neuen Studienangebotes , das durch das Engagement der regionalen Wirtschaft, der Sparkassen, der Volks- und Raiffeisenbanken sowie der Firma Siemens überhaupt erst eingerichtet werden konnten.

Die Zukunftstechnologie BIONIK soll schon frühzeitig in Unternehmen aus dem Kreis Borken Einzug halten. Geplant sind bereits Informationsveranstaltungen mit Unternehmen aus der Umgebung. Dann geht es darum zu erfassen, welche Anforderungen und Qualifikationen von den Studierenden verlangt werden. Ebenso werden künftig gemeinsame Projekte, der Praxisaustausch über Praktika und Bachelorarbeiten geplant.

(Siehe auch ausführliche Berichterstattung in der kommenden Ausgabe der „Wirtschaft aktuell“.)