Für MINT-Fächer sensibilisieren, Fachkräfte sichern -
zdi-Zentrum jetzt neu unter dem Dach der WFG
Im Interview blickt Projektleiter Martin Lutz auf die Schwerpunkte der ersten Arbeitswochen.
Die Gemeinschaftsinitiative „Zukunft durch Innovation.NRW“ (zdi) geht erstmalig im Kreis Borken an den Start. Ziel des zdi-Zentrums ist mit breitgefächerten Angeboten möglichst viele Schülerinnen und Schüler im Kreisgebiet für die sog. MINT-Fächer (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik) zu begeistern und einzuladen ihr technisches und naturwissenschaftliches Talent z.B. in einem späteren ingenieur- und naturwissenschaftlichen Studium zu nutzen.
zdi bedeutet „Zukunft durch Innovation“. Welcher Leitgedanke steht hinter der NRW-weiten Initiative ?
Martin Lutz:
Ein Großteil unserer Wirtschaftskraft hier im Kreis Borken stammt aus dem produzierenden Sektor und dem Dienstleistungssektor. Damit die vielen kleinen und mittelständischen Unternehmen im Kreis Borken weiter im nationalen und internationalen Wettbewerb bestehen, braucht es in stets schnelleren Zyklen Produkte und Dienstleistungen mit Köpfchen – und dafür das richtige Mitarbeiterpotential. Deshalb ist es wichtig, bei jungen Menschen frühzeitig Interesse für diese Arbeitsfelder zu wecken und ihnen Perspektiven aufzuzeigen. Genau das soll die Initiative leisten.
Das zdi-Zentrum ist bei der WFG angesiedelt. Doch erfordert diese Aufgabe nicht die Mitarbeit vieler Akteure?
Martin Lutz:
Das ist richtig. Als Kernteam kooperieren die WFG und das Bildungsbüro des Kreises Borken. Es gibt dazu einen breiten regionalen Konsens und eine starke Kooperationsbereitschaft. IHK und Kreishandwerkerschaft, die Fachhochschule und das regionale Bildungsnetzwerk sowie die Unternehmerverbände (AIW und UVG) und noch einige Akteure mehr haben ihre Unterstützung zugesagt.
Ganz konkret: Wie wird die Arbeit des zdi-Zentrums in den nächsten Wochen spürbar werden?
Martin Lutz:
Im „Hauses der kleinen Forscher“ wird frühzeitig das Interesse für Natur und Technik gefördert. Dieses Konzept soll von den Kindergärten auf die Grundschulen erweitert werden.
Bei vielen weiterführenden Schulen im Kreis Borken laufen bereits gute Projekte. Wir möchten den Know-how-Transfer zwischen allen Beteiligten verbessern und wollen daher im kommenden Jahr eine MINT-Messe vorbereiten, auf der sich Schulen und Unternehmen treffen und austauschen können. Neben den Schülern wollen wir vor allem auch die Lehrer sensibilisieren und bei dem Thema Lehrerfortbildung mitarbeiten. Konkrete partnerschaftliche Projekte zwischen Unternehmen und Schulen sollen anwendungsnahes Lernen ermöglichen. Beim „Wer mit Wem und Wie?“ wollen wir behilflich sein.
Einen ausführlichen Bericht zum zdi-Zentrum finden Sie auch in der aktuellen Ausgabe der „Wirtschaft aktuell“.
Weitere Informationen und Kontakt:
Martin Lutz
Tel. 02561-97999- 50