Der zentrale Faktor Mitarbeiter –
Ökoprofit-Workshop zeigt Wege der Mitarbeitermotivation
„Gut motiviert ist halb verändert“ – Fünfzehn Umweltteams der an Ökoprofit teilnehmenden Unternehmen und Gemeinden im Kreis Borken erarbeiteten sich Grundlagenkenntnisse.
Durch Workshops, Einzelberatungen und Vor-Ort-Beratungen bringt Ökoprofit das Ziel, den betrieblichen Umweltschutz durch sinnvolle Maßnahmen zur Abfallvermeidung oder zur optimierten Nutzung von Energie und Wasser voran zu treiben und dabei gleichzeitig Kosten zu sparen, für Unternehmen in erreichbare Nähe. Keine einzelne Maßnahme jedoch, so das Resumée des zweiten Ökoprofit-Workshops bei der Büngern Technik in Bocholt, lässt sich wirkungsvoll ohne das Engagement und die Motivation der Mitarbeiter umsetzen. Doch wie begeistere ich mich und andere für meine Ziele? In den Ausführungen von Projektleiter Dr. Stefan Große-Allermann, praktischen Übungen und dem Erfahrungsaustausch untereinander erarbeiteten sich die Umweltteams wertvolle Kenntnisse zum Thema ‚Mitarbeitermotivation und –kommunikation‘, die bei der Umsetzung von Veränderungsprozessen helfen.
Nachdem der erste Ökoprofit-Workshop vor allem der Projektvorstellung diente und dazu genutzt worden war, dass sich alle Teilnehmer des Ökoprofit-Projekts untereinander besser kennen lernen, ging es im zweiten Workshop darum das Fundament für die Umsetzung der Projekt-Ziele zu schaffen. Grundvoraussetzung dafür, dass Ökoprofit-Maßnahmen Erfolg bringend sind, ist ein Wir-Gefühl, das von möglichst allen Mitarbeitern getragen und gelebt wird. Ist dieses vorhanden, gelingt es manchmal schon mit einem kleinen Ideenwettbewerb zur Abfallvermeidung eine Vielzahl von Prozessen anzustoßen.
Auch die Art und Weise, wie Ökoprofit-Ziele unternehmensintern kommuniziert werden, wirke sich unmittelbar auf die Mitarbeitermotivation aus. Der Begriff ‚Kostensparen‘, so die Teilnehmerrunde, sei bisweilen abgenutzt. Mehr Zugkraft habe es Aspekte der Ressourcenschonung in den Vordergrund zu stellen. Auch gelte es zu vermitteln, dass jeder Mitarbeiter von neuen Kenntnissen zum Thema auch persönlich profitieren könne. Gerade in den größeren Unternehmen könne dies z.B. ein Artikel in der Mitarbeiterzeitschrift kommunizieren.
„Die von den teilnehmenden Unternehmen jeweils definierten Umweltteams sind der zentrale Schlüssel zum Erfolg bei Ökoprofit. Deshalb ist es ungeheuer wichtig Ihnen eine Anleitung dafür zu geben, wiederum andere Mitarbeiter im Unternehmen zu sensibilisieren“, erläutert Dr. Stefan Große-Allermann, Projektleiter der Baumgroup.
So wurde z.B. dem Wesen der Unternehmenskommunikation auf den Grund gegangen und Tipps für den Umgang mit der jeweils individuellen Unternehmenskultur gegeben.
Die weiteren Workshoptermine befassen sich inhaltlich mit verschiedenen Punkten rund um das Thema Ressourceneffizienz. So sollen z.B. Energie, Abfall, Arbeitsschutz, Umweltmanagementsysteme, aber auch von den Teilnehmern eingebrachte Vorschläge sollen Berücksichtigung finden.
An dem zweiten Ökoprofit-Projekt im Kreis Borken nehmen 15 Unternehmen aus Bocholt, Gescher, Gronau, Vreden, Raesfeld und die Gemeinde Velen teil, mit dem Ziel den betrieblichen Umweltschutz durch sinnvolle Maßnahmen zur Abfallvermeidung und zur optimierten Nutzung von Energie und Wasser voran zu treiben und dabei gleichzeitig Kosten zu sparen.
Die Durchführung des Projektes im Kreis Borken wird durch das Land NRW zu 80 % gefördert. Finanziell unterstützt wird das Projekt außerdem von der VR-Bank Westmünsterland, der Volksbank Heiden sowie der Spar- und Darlehenskasse Reken.
Weitere Informationen:
WFG-Betriebsberater
Ingo Trawinski
Tel. 02561 / 97999-20