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BIONIK Chancen -

Heute Erstsemester, morgen eine Fachkraft der Region

 

 

Erstsemester aus ganz Deutschland haben in Bocholt zum Wintersemester ihr BIONIK-Studium aufgenommen, einige davon bereits mit ganz besonderer Nähe zu Unternehmen.

 

Im Studiengang BIONIK an der Fachhochschule Bocholt hat sich vor drei Monaten zum zweiten Mal ein Erstsemester auf den Weg gemacht, um der Natur im Rahmen seines Bachelor-Studienganges Lösungsstrategien zu entlocken, mit denen sich bahnbrechende Innovationen entwickeln lassen. Dabei wird keinesfalls im Reagenzglas geforscht. Besondere Schwerpunkte sollen mit Blick auf kleine und mittlere Unternehmen der Region im Bereich Sensorik, Leichtbau und Oberflächentechnik gesetzt werden.

 

 

Die Fa. Grunewald aus Bocholt hat bereits ihre BIONIK-Chancen erkannt und will sich Know-how und eine zukünftige Fachkraft mit der kooperativen Ingenieursausbildung im Fachbereich BIONIK sichern. Thomas Niessing, der seine Ausbildung bei Grunewald als Industriemechaniker absolvierte und zugleich das Fachabitur nachholte, studiert nun zwei Tage wöchentlich BIONIK an der FH und verbringt drei Tage wöchentlich im Unternehmen für seine zweite Ausbildung zum technischen Produktdesigner. Ist die Ausbildung in zwei Jahren abgeschlossen, beginnt das Vollstudium.

 

 

„Wir sind immer offen für neue Wege, insbesondere auch im Bereich der Fachkräftesicherung. Natürlich ist Verständnis auf der Seite des Unternehmens erforderlich, ebenso wie Einsatzbereitschaft auf der Seite des Studierenden, damit die kooperative Ausbildung erfolgreich verläuft“, erklärt Ulrich Grunewald, Geschäftsführer des Unternehmens. Damit habe man aber bereits in anderen Bereichen, wie der Mechatronik beste Erfahrungen gesammelt.

Viel Potential verspricht sich der Werkzeug- und Formenhersteller für die Automobilindustrie von den gesetzten Studien-Schwerpunkten.

„Wir müssen im internationalen Wettbewerb auch künftig durch innovative Produkte, die nachhaltig und umweltschonend sind, punkten, um unseren Standort langfristig zu sichern. Dafür sind wir mit der BIONIK auf dem richtigen Weg“, betont Grunewald.

 

Grunewald kann sich gut vorstellen schon in absehbarer Zukunft einen ausgebildeten BIONIKer im eigenen Unternehmen zu beschäftigten. „Bioniker sind geschulte Querdenker. Das kann sich für unsere Neuentwicklungen nur positiv auswirken“, so ist sich der Bocholter Unternehmer sicher.

 

Doch zunächst einmal werden dazu die nötigen Grundlagen geschaffen. „Momentan werden uns schwerpunktmäßig Kentnisse im Bereich Biologie und Mathematik vermittelt. Doch der Ausblick auf das bionische Arbeiten im fünften und sechsten Semester ist vielversprechend. Gerade, wenn es um die  Entwicklung von neuen Oberflächeneigenschaften geht, traue ich der BIONIK viel zu“, erklärt der 20-jährige Studi-Azubi Nießing.

 

„Immer mehr Unternehmen im Kreis Borken fangen an darüber nachzudenken, welches Innovationspotential ihnen die BIONIK bieten kann. Dennoch wird es eine Aufgabe der kommenden Jahre bleiben weiter zu sensibilisieren, aufzuklären und Kooperationen zu fördern“, so WFG-Geschäftsführer Dr. Heiner Kleinschneider.