Mechatroniktag 2010 in Bocholt voller Erfolg
Kurzinterview mit WFG-Innovationsberater Hermann-Josef Raatgering
Der Informationsaustausch am Projekt und über Fördermöglichkeiten ist wichtig für viele, resümiert Innovationsberater Hermann-Josef Raatgering.
Rund 100 Gäste, darunter viele interessierte Unternehmen, waren am 12. November 2010 der Einladung zum „1. Mechatronik Tag“ der Fachhochschule in Bocholt sowie zur Einweihung des InnoCent Maschinenlabors gefolgt.
Frage: Wie und mit welcher Zielsetzung entstand die Idee einen Mechatronik-Tag ins Leben zu rufen?
Raatgering: Eine Vorläufer-Veranstaltung der FH gab es bereits im vergangenen Jahr. Mit dem 1. Mechatronik-Tag haben wir nun ganz offiziell eine sozusagen öffentliche, für kleine und mittelständische Unternehmen zugängliche Plattform geschaffen. Unternehmen können durch die Präsentation in der Fachhochschule über erfolgreiche Mechatronik-Projekte für eigene Innovationsansätze in diesem Bereich sensibilisiert werden und erhalten gleichzeitig Informationen über Fördermöglichkeiten.
Frage: Wie war die Resonanz?
Raatgering: Ich würde sagen ausgesprochen gut. Es war zu beobachten, dass die Unternehmen auch beim Get Together aktiv die Gelegenheit zu Austausch und Rund 100 Gäste, darunter viele interessierte Unternehmen, waren am 12. November 2010 der Einladung zum „1. Mechatronik Tag“ der Fachhochschule in Bocholt sowie zur Einweihung des InnoCent Maschinenlabors gefolgt.
Frage: Wie und mit welcher Zielsetzung entstand die Idee einen Mechatronik-Tag ins Leben zu rufen?
Raatgering: Eine Vorläufer-Veranstaltung der FH gab es bereits im vergangenen Jahr. Mit dem 1. Mechatronik-Tag haben wir nun ganz offiziell eine sozusagen öffentliche, für kleine und mittelständische Unternehmen zugängliche Plattform geschaffen. Unternehmen können durch die Präsentation in der Fachhochschule über erfolgreiche Mechatronik-Projekte für eigene Innovationsansätze in diesem Bereich sensibilisiert werden und erhalten gleichzeitig Informationen über FördermöglichkeitenVernetzung nutzten. Auf einige meiner Erstkontakte folgten bereits Zweitgespräche, die bis zum konkreten Förderantrag, z.B. für den Innovationsassistenten, führten.
Frage: Ein Blick auf das Programm zeigt, dass viele Fallbeispiele im Vordergrund standen.
Raatgering: Richtig. Mechatronik überzeugt vor allem in der Praxisanschauung. Beeindruckende Beispiele, wie die mit Fooke entwickelte Portalfräsmaschine Endura, der Laminator für Solarpaneele von Spaleck-Stevens Innotech oder das innovative Autoteppich-Formwerkzeug bei Grunewald, auch das 350km/h schnelle Laufband für den Porschewindkanal von TecKnit zeigten, wie facettenreich Ansatzpunkte für mechatronische Innovationen sein können, die kleinen und mittelständischen Unternehmen im Wettbewerb den entscheidenden Vorteil verschaffen.
Frage: Wer kann davon profitieren? Und welche Rolle spielt die WFG dabei?
Raatgering: Gerade im Kreis Borken sind viele kleine und mittlere Unternehmen mit Schwerpunkt Maschinenbau, Sondermaschinenbau und Produktionstechnik ansässig. Aufgrund ihrer Größenordnung ist es gerade für diese Unternehmen interessant mit dem Mechatronik-Institut Bocholt (MIB) als externen, in unmittelbarer Nähe befindlichen Partner für neue Forschungs-und Entwicklungsprojekte kooperieren zu können. Die WFG sieht sich dabei in der Rolle als Schnittstelle zwischen Fachhochschule und diesen Unternehmen. Technologietransfer und einen erleichterten Start in ein Forschungs- und Entwicklungs-Projekt können wir immer dann unterstützend begleiten, wenn wir zwischen Unternehmen mit ihrem individuellen Innovationsbedarf und der Fachhochschule in Bocholt als Partner für Forschungsprojekte den Erstkontakt vermitteln und das sich ergebende Projekt begleiten. Für die Projektumsetzung informieren wir über interessante staatliche Zuschüsse und unterstützen die Firmen bei der Beantragung, z.B. aus dem Zentralen Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM). Mehr als 30 Unternehmen der Region arbeiten übrigens derzeit mit dem MIB an Projekten auf dem weiten Gebiet der Mechatronik.
Frage: Wie ist das Mechatronik-Institut entstanden?
Raatgering: Das Mechatronik-Institut entstand aus einem INTERREG III-Projekt heraus, dem Mechatronic Innovations Centrum (MIC), das bipolar an der Universiteit Twente und der Fachhochschule Bocholt von 2002 bis zum Frühjahr 2006 verankert war. Mit Unterstützung der WFG wurde aus dem MIC das MIB, das Mechatronik Institut Bocholt. Sukzessive konnte eine Mechatronik-Ingenieurmannschaft mit heute 20 Ingenieuren aufgestellt werden, die nun den Technologietransfer im Bereich Mechatronik für kleine und mittelständische Unternehmen im Kreis Borken sicher stellen. Damals wie heute sehen wir in der Technologie Mechatronik eine ganz zentrale Bedeutung für die wirtschaftliche Entwicklung unseres Kreises.
Lesen Sie einen ausführlichen Bericht zum Mechatronik-Tag in der kommenden Ausgabe der ‚Wirtschaft aktuell‘.
Weitere Informationen:
Hermann-Josef Raatgering
WFG-Innovationsberatung
Tel. 02561 / 97999-40