Ausgezeichnet familienfreundlich!
Netzwerk Westmünsterland e.V. geht in die zweite Zertifizierungsphase
Gerade kleine und mittelständische Unternehmen haben beste Voraussetzungen mit Familienfreundlichkeit im Unternehmen Fachkräfte zu gewinnen und zu binden. Umso wichtiger ist es mit diesem Faktor auch offensiv zu werben. Hier hilft das Siegel „Familienfreundlicher Mittelstand“.
Das neu entwickelte Siegel „Familienfreundlicher Mittelstand“ eröffnet Unternehmen im Rahmen des Auszeichnungsverfahrens die Chance einer neutralen Bestandaufnahme in Sachen Familienfreundlichkeit. Darüber hinaus gibt es die Möglichkeit die Nachhaltigkeit des Themas zu planen. Der Prozess der Zertifizierung ist dabei überschaubar. Mit Hilfe eines Unternehmensfragebogens sowie eines Mitarbeiterfragebogens werden die verschiedenen Aspekte familienfreundlicher Personalpolitik erfasst. Eine unabhängige Jury wertet die Ergebnisse aus und überprüft diese in einem „Vor-Ort Termin“. Wie viele Unterstützungsangebote im Unternehmen vorhanden sind, spielt eher eine untergeordnete Rolle. Wichtiger ist vielmehr, dass familienfreundliche Leistungen jeweils bedarfsgerecht auf Unternehmen und Mitarbeiter abgestimmt sind. Gibt es z.B. im Unternehmen viele junge Mitarbeiter, sind andere Angebote gefragt als bei älteren Mitarbeitern. Für viele Beschäftigte sind flexible Arbeitszeiten oder Pausenregelungen, für andere das Bereitstellen von Informationen, Kontakthalteangeboten in der Elternzeit, Zuschüsse zur Kinderbetreuung o.ä. der Schlüssel zu einer gelungenen Verbindung von Familie und Beruf. Die Basis für alle Aktivitäten ist eine offene Unternehmenskultur, in der Unternehmer und Beschäftigte einen respektvollen und wertschätzenden Umgang miteinander pflegen.
Wenn „alles passt“ kann dem Unternehmen das Siegel „Familienfreundlicher Mittelstand“ überreicht werden. Das Siegel dokumentiert als Multiplikator auch in der Öffentlichkeit die positive Personalpolitik dieses Unternehmens. Familienfreundlichkeit ist es wert, dass mit ihr geworben wird, denn Erfahrungen zeigen, dass als familienfreundlich zertifizierte Unternehmen unter weniger Fluktuation leiden und mehr und qualifiziertere Bewerbungen auf Stellenausschreibungen bekommen. Sozusagen "nebenbei" steigen dadurch auch die Attraktivität und das Image des Unternehmens.
Bereits 11 Unternehmen aus dem Münsterland waren in der ersten Phase an der Siegelvergabe beteiligt. Zehn weitere Unternehmen aus dem Kreis Borken haben jetzt noch bis Mai 2011 im Rahmen des vom Netzwerk Westmünsterland e.V. umgesetzten Projekts FAMM die Chance auf eine kostenfreie Teilnahme an dem Auszeichnungsprozess „Familienfreundlicher Mittelstand“. Nach Beendigung der zweiten, für Unternehmen kostenlosen Projektphase wird das Siegel künftig NRW-weit von der Bertelsmann Stiftung angeboten.
Weitere Einzelheiten zum Ablauf und Bewerbung bei:
Netzwerk Westmünsterland e.V.
Veronika Droste
Tel. 02561/896302-03
droste@netzwerk-westmuensterland.de