Schnelle Verbindungen ins Internet für den Kreis Borken

- Eröffnung der Glasfaserverbindung von Winterswijk nach Gaxel vor dem Rechenzentrum der Fa. Laudert: (v.l.n.r.) Josef Böing, SVS Versorgungsbetriebe, Hermann Pennekamp, Bürgermeister der Stadt Vreden, Han Bellers, Geschäftsführer NDIX B.V., Alfred Kramer, Geschäftsführer SVS-Versorgungsbetriebe, Andreas Rosing, Geschäftsführer Laudert, Nils Warning, Jörg Rewers, Geschäftsführer Laudert, Rainer Joachim Laudert, Geschäftsführer Laudert, Elisabeth Dr. Schwenzow, WFG für den Kreis Borken mbH.
Datennetzwerke haben unsere Art zu leben und zu arbeiten verändert. E-Mail und das World-Wide-Web gehören für viele zum privaten und zum Arbeitsalltag. Deshalb sind Zugangsmöglichkeiten zum weltweiten Netzwerk zu einem entscheidenden Standortfaktor geworden. Dies gilt nicht nur für die Ansiedlung, Gründung und Bestandssicherung von Wirtschaftsunternehmen, sondern strahlt auf alle Lebensbereiche aus. Verwaltungen sind auf schnelle und sichere Datenverbindungen ebenso angewiesen wie Bildungseinrichtungen und Versorgungsbetriebe. Vereine und Interessensgruppen organisieren sich über eigene Homepages und auch private Kommunikation läuft heute zunehmend über das Internet.
Deshalb hat es sich die Wirtschaftsförderung für den Kreis Borken zur Aufgabe gemacht, die Versorgung mit dieser wichtigen Infrastruktur im Kreisgebiet stetig zu verbessern.
Gemeinsam mit dem Kreis Borken hat die WFG ein Konzept zur Verbesserung der Breitbandversorgung im gesamten Kreisgebiet erarbeitet und mit den Kommunen intensiv abgestimmt. In der ersten Phase hat der Kreis Borken mit insgesamt 2,32 Mio. Euro (netto) aus dem Konjunkturpaket II auf einer Länge von rd. 65 Km Leerrohrtrassen auf interkommunalen Strecken verlegt. Durch die Anmietung und Nutzung der Leerrohre werden TK-Firmen und Versorgungsbetriebe in die Lage versetzt, kostengünstig ihre Glasfasernetze auf- und ausbauen und verstärkt hochwertiges wie preiswertes Breitband in den Orten anzubieten.
Zusammen mit den Strecken der Kommunen und der Stadtwerke verfügt der Kreis Borken damit über eine Infrastruktur (siehe Karte), die es ermöglichen wird, in vielen Städten und Gemeinden des Kreises moderne und leistungsfähige Datendienste für private und gewerbliche Nutzer anzubieten.
Erstes Beispiel für die erfolgreiche Umsetzung ist der Bocholter Ortsteil Barlo. Dank der Kooperation der Bocholter Energie- und Wasserversorgung GmbH, der BORnet GmbH sowie eines niederländischen Investors verfügen die Haushalte in Barlo jetzt über Glasfaseranbindungen bis direkt ins Haus (fiber to the home/FTTH) mit Übertragungsraten bis zu 100 Mbit/s.
Zweites Beispiel ist das Netzwerk des Klinikverbundes Westmünsterland, bei dem die Standort Ahaus, Vreden, Borken, Rhede und Bocholt per Glasfaser mit einer Bandbreite von einem Gigabit pro Sekunde zu einem Ringnetz zusammengeschlossen wurden. Die tägliche Zusammenarbeit der Ärzte der einzelnen Krankenhäuser wird dank dieser modernen Technologie erheblich verbessert. Unter anderem wird Telemedizin verfügbar.
Grundsätzlich wird die Glasfaser die Hauptlast des zukünftigen Datenverkehrs tragen, darüber sind sich die Experten einig. Die Hausanschlüsse über die bestehenden Telefonleitungen aus Kupfer werden im privaten Bereich zwar noch einige Zeit ausreichen, doch für die Zukunft wird auch hier die Glasfaser immer wichtiger werden, wie im gewerblichen Bereich schon heute. Funktechnologien haben gute Chance, Internetverbindungen in die Fläche zu bringen, werden aber in der Leistungsfähigkeit nicht an die Glasfaser heranreichen.
Der Kreis Borken ist im Bereich der Dateninfrastruktur gut gerüstet. Für Telekommunikationsunternehmen- und Versorger ist der Weg bereitet, diese bedarfs- und nachfragegerecht zu günstigen Konditionen zu nutzen. So profitieren Unernehmen und Bevölkerung gleichermaßen von der Verfügbarkeit und Bezahlbarkeit einer zentralen Dienstleistungunserer Zeit.