Ökoprofit Abschlussveranstaltung

14 Unternehmen aus dem Kreis Borken mit dem Zertifikat „Ökoprofit-Betrieb“ ausgezeichnet
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Gleich 14 Unternehmen aus dem Kreis Borken sind am 23.09.2011 von Dr. Andreas Herfurth vom Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen und Landrat Dr. Kai Zwicker mit dem Zertifikat „Ökoprofit-Betrieb“ ausgezeichnet worden. Allesamt hatten sie an der Pilotrunde des vom Kreis Borken und der „Wirtschaftsförderungesellschaft für den Kreis Borken“ initiierten einjährigen Projektes teilgenommen. Nun geht das jetzt kreisweite Vorhaben – mit 13 Unternehmen – in eine zweite Runde. Außerordentlich zufrieden mit dem Ergebnis des bisherigen Projektverlaufes zeigte sich Landrat Dr. Kai Zwicker. Die Optimierung unter anderem der betrieblichen Abläufe, der Materialbeschaffung und des Energieeinsatzes habe zu einer sehr erfolgreichen Bilanz des ersten Projektdurchlaufs geführt, konstatierte er. „1,33 Millionen Euro an Investitionen insgesamt stehen jährlichen Einsparungen in Höhe von 300.000 Euro bzw. 2,5 Millionen Kilowattstunden weniger verbrauchte Energie pro Jahr gegenüber“, lautete sein Fazit. Die Umwelt profitiere, weil so pro Jahr 800 Tonnen CO2 weniger ausgestoßen werden. Der Kreis Borken sei damit dem im eigenen „Klimaschutzkonzept“ gesteckten Ziel, bis 2020 den Endenergieverbrauch um etwa 30 Prozent und die jährlichen CO2-Emissionen um 36 Prozeit zu senken, erneut ein Stück näher gekommen. Dr. Andreas Herfurth betonte vor diesem Hintergrund die Bedeutung des Projektes „Ökoprofit“ für die Klimaschutzstrategie des Landes. „Wir messen gerade den Themenbereichen Erneuerbare Energien, Material- und Energieeffizienz, Energieeinsparung und Energiespeicherung besonderes Gewicht zu, um die angestrebten CO2-Einsparung zu erreichen“, betonte er. Landrat Dr. Kai Zwicker warb folglich auch bei weiteren Unternehmen für eine Teilnahme: „Wir Münsterländer lieben die Hühner, die Eier legen, und nicht die Hühner, die gackern“, zitierte er dabei Dr. Herbert Lütkestratkötter, Bauernsohn aus der Nähe von Rheda-Wiedenbrück und bis Mai dieses Jahres Vorstandsvorsitzender eines deutschen Großunternehmens. Das Projekt Ökoprofit sei nun ein „Huhn“, das Eier lege und auch gackere. Ökologie und Ökonomie würden miteinander auf außerordentlich interessante Weise verknüpft und dies könne und solle dann mit berechtigtem Stolz öffentlichkeitswirksam vorgestellt werden, so sein Tenor. Sehr zufrieden mit dem bisherigen Verlauf von „Ökoprofit“ zeigten sich auch Velens Bürgermeister Dr. Christian Schulze Pellengahr für die Kommunen im Kreis sowie die Vertreter weiterer Projektpartner, wie die Industrie- und Handelskammer Nord Westfalen, die Kreishandwerkerschaft und die Effizienzagentur. Gerade mit Blick auf steigenende Rohstoff- und Energiepreise sei dieses Vorhaben ein wichtiger Baustein in Sachen Standortsicherung von Unternehmen, hieß es übereinstimmend. "Getreu dem Motto 'Hilfe zur Selbsthilfe' ist es den Unternehmen gelungen mit ihren Umweltteams eigenständig ein individuelles Umweltprogramm zu entwickeln, das speziell auf die jeweiligen betrieblichen Parameter abgestimmt ist. So ist gewährleistet, dass die Maßnahmen auch wirklich umgesetzt werden. Zum anderen ermöglicht diese Vorgehensweise, dass die Unternehmen mit dem nötigen Rüstzeug ausgestattet, um Ökoprofit auch nach der Auszeichnung 'zu leben' ", bilanziert WFG-Betriebsberater Ingo Trawinski, der bereits das zweite Ökoprofit-Projekt organisiert.
Folgende Unternehmen wurden mit dem Zertifkat „Ökoprofit“ ausgezeichnet:
Teilnehmer der jetzt startenden Projektrunde sind folgende Unternehmen: Über Ökoprofit:
„Ökoprofit“ wurde 1991 in Graz entwickelt und bereits in rund 80 deutschen Städten erfolgreich durchgeführt. 80 Prozent der Kosten trägt das Land NRW. Zusätzliche Förderung kommt von der VR Bank Westmünsterland, der Volksbank Gronau-Ahaus, der Volksbank Heiden eG sowie der Spar- und Darlehenskasse Reken. | |