WFG eröffnet Bionik-Büro an der Westfälischen Hochschule in Bocholt

Ein erster Schritt zum „Haus der Bionik“ - Technologietransfer und Förderunterstützung

Vor Ort den Technologietransfer Bionik mit Förderunterstützung in die heimische Wirtschaft voran bringen – das ist das Ziel des Bionik-Büros an der Westfälischen Hochschule in Bocholt. Im Beisein von Landrat Dr. Kai Zwicker, Luger Dieckhues, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderungs- und Stadtmarketinggesellschaft Bocholt, Vertreter der Westfälischen Hochschule und weiteren Gästen wurde jetzt das Büro der Bionik im InnoCent-1-Gebäude offiziell eröffnet.„Wir freuen uns, mit dem Bionik-Büro Unternehmen, die den Zugang zu der sehr vielversprechenden, neuen Technologie Bionik suchen, um Innovationen und Dienstleistungen voran zu treiben, nun eine direkte Anlaufstelle anbieten zu können haben“, so der Landrat.

Dabei ist der Kommunikationsweg keineswegs einseitig. So soll über das Büro der Bionik mit seiner unmittelbaren Nachbarschaft zur Westfälischen Hochschule Campus Bocholt (WHs) umgekehrt auch Bionik-Professoren und -Studenten der Kontakt zu Wirtschaftsunternehmen ermöglicht werden. Ansprechpartner im Büro für Bionik ist Hermann-Josef Raatgering (65 J.), der nach langjähriger Beschäftigung bei der Wirtschaftsförderungsgesellshaft für den Kreis Borken mbH (WFG) als Innovationsberater nun nach seinem Renteneintritt in Teilzeit das Büro der Bionik managen und dafür planmäßig in Kürze personelle Unterstützung bekommen wird. Prof. Dr. Tobias Seidl informierte im Rahmen der Eröffnungsveranstaltung über die Kompetenzen der WHs im Bereich Bionik und über erste gemeinsame Projekte mit Firmen: „Bionik ist im Grunde eine neue Methodik, mal ganz anders - nämlich nach dem Vorbild der Natur - an technische Lösungen heranzugehen. Die bisherige Erfahrung zeigt, dass nicht selten völlig überraschend neue Ansätze identifiziert werden können, auf die man ohne Bionik nicht gekommen wäre.“ „Das Bionik-Büro ist im Bocholter Innocent ideal angesiedelt. Wir wollen mit diesem Büro nun gezielt den Transfer des Bionik-Know-hows von der Westfälischen Hochschule in die Wirtschaft forcieren“, so WFG-Geschäftsführer Dr. Heiner Kleinschneider. Neben der zentralen Beratungsfunktion wird das Büro für Bionik die Koordination des geplanten INTERREG-Förderprojekts BiK „Bionik in KMU“ für Unternehmen aus der Region übernehmen. Ziel des Förderprojektes BiK ist das Bionik-Know-how von der WHs sowie von der Rijksuniversiteit Groningen (RuG) und dem Bionica Innovatie en Expertise Centrum ebenfalls in Groningen für Firmen-Entwicklungsprojekte nutzbar zu machen. Das Einzugsgebiet dieses Förderprojektes umfasst die nördliche Euregio „Ems-Dollart-Region“ (EDR) und die hiesige EUREGIO mit Sitz in Gronau. Als Bindeglieder zur Wirtschaft fungieren vier „Wirtschaftsfördereinrichtungen“, für die nördlich gelegene EDR: das Technologie-Center Nord-Niederlande in Groningen (tcnn) zusammen mit der Emsland-GmbH aus Meppen und für die EUREGIO/Gronau die Novel zusammen mit der WFG. Firmen, die an BiK teilnehmen, profitieren dabei in fünf Förderphasen von einer kostenfreien Aufschluss- und Intensivberatung für die Ideenfindung, von Potenzialanalysen mit einem Projektbudget von 10.000 Euro und 75 % Zuschuss), der Entwicklung von Demonstratoren (40.000 Euro, 50 % Zuschuss) und schließlich in er Endphase dem Protoypenbau (160.000 Euro, 50 % Zuschuss), bei der auch eigenes Personal eingebunden werden kann. Daneben wird auch das ZIM-Kooperationsnetzwerk zum Thema „Bionische Leichtbaustrukturen“ (ZIM-KN) weiter vorbereitet und soll ab Januar zusammen mit zehn Firmen durchgeführt werden. Regionale-Projekt mit A-Status Das Büro der Bionik ist Teil des Regionale-2016-Projektes „Haus der Bionik“. „Dieses Bionik-Büro ist gleichsam ein erster Schritt zur Realisierung unseres Projektes ‚Haus der Bionik‘“, erklärte Joachim Schüling, Geschäftsführer InnoCent GmbH und Projektträger dieses Regionale-2016-Projektes. „Wir freuen uns, dass mit diesem Büro nun eine Anlaufstelle besteht für den Transfer der Bionik in Unternehmen der Region. Deshalb hat der Lenkungsausschuss das Projekt mit dem A-Status ausgezeichnet und als Regionale 2016 Projekt bestätigt“, führte Uta Schneider, Leiterin der Regionale-2016-Agentur, bei der Übergabe des Regionale-2016-A-Stempels aus. In den nächsten 12 Monaten werden die Projekte BiK und ZIM-KN entscheidend für Unternehmen aus der Region forciert und Stimmungsbarometer für den Bau des geplanten Hauses der Bionik sein.

„Wer die Innovationskraft der Bionik für sein Unternehmen prüfen oder nutzen möchte, kann jetzt noch aufspringen“, empfiehlt WFG-Projektkoordinator für Bionik Hermann-Josef Raatgering.

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