Duales Orientierungspraktikum erfolgreich - mit Begeisterung Fachhochschulluft geschnuppert und technische Berufe kennen gelernt!

Schülerinnnen und Schüler nutzen Chancen des „Dualen Orientierungspraktikums“

Carla Feldhaus ist Oberstufenschülerin des Gymnasium Georgianums in Vreden und möchte Erfahrungen in technischen Berufen sammeln. Colin Rabe besucht derzeit das Alexander-Hegius-Gymnasium in Ahaus und kann sich eine berufliche Zukunft als Anwendungsentwickler vorstellen. Adrian Kaminski und Jan Dirks vom Gymnasium Remigianum in Borken überlegen, nach dem Abitur Informatik zu studieren. Sie sind vier von insgesamt neun Schülerinnen und Schüler regionaler Gymnasien, die in den vergangenen Wochen an dem „Dualen Orientierungspraktikum“ teilgenommen haben. Dabei schnupperten sie zunächst Studentenluft, in dem sie ein speziell auf ihr Alter zugeschnittenes Vorlesungsprogramm am Standort Ahaus und am Campus Bocholt der Westfälischen Hochschule besuchten. Im zweiten Teil konnten sich die Schülerinnen und Schüler im Rahmen eines fünftägigen betrieblichen Praktikums ein praxisnahes Bild von verschiedenen technisch-orientierten Berufen machen. So richtete sich das zum sechstem Mal im Nordkreis durchgeführte Praktikum an Schülerinnen und Schüler der gymnasialen Oberstufe, die sich für Technik begeistern, aber noch nicht genau wissen, welche Möglichkeiten ihnen eine Fachhochschulausbildung bietet bzw. wie der Ingenieurinnen- und Ingenieursberuf im Unternehmensalltag aussehen kann. Im hochschulpraktischen Teil haben die Schülerinnen und Schüler begeistert eine Vorlesung zur Werkstoffkunde gehört und konnten sich an-schließend selbst in Grundlagen der Werkstoffkunde üben.

Daneben wurden die Studiengänge „Informatik-Softwaresysteme“ und „Angewandte Elektrotechnik“ vorgestellt. Dass das Duale Orientierungspraktikum auch in diesem Jahr durchgeführt werden konnte, ist der Kooperation verschiedener Partner zu verdanken. So hat das unter dem Dach der Wirtschaftsförderungsgesellschaft für den Kreis Borken mbH (WFG) angesiedelte zdi-Zentrum Kreis Borken über sogenannte „MINT-BSO-Mittel“ der Agentur für Arbeit die Finanzierung sichergestellt und koordinierend die Ansprache der Schulen übernommen. Der Verband Münsterländischer Metallindustrieller (VMM) konnte auch in diesem Jahr Unternehmen verschiedener Branchen für den betriebspraktischen Teil gewinnen. Praktikumsplätze stellten u.a. die Firmen AXA Entwicklungs- und Maschinenbau aus Schöp-pingen, epro aus Gronau, Flowserve Ahaus, Laudert aus Vreden, d.velop AG aus Gescher, Schmitz Cargobull AG aus Vreden, Tobit Soft-ware und MFP Gesellschaft für Engineering aus Ahaus zur Verfügung. Bei der Abschlussveranstaltung in der Westfälischen Hochschule am Standort Ahaus wurde von allen Beteiligten ein positives Fazit gezogen. „Das duale Orientierungspraktikum ist ein idealer Weg für junge Menschen, um das eigene Potenzial in technisch-naturwissenschaftlichen Fächern und Berufsbildern zu prüfen“, erläuterte Prof. Dr. Christian Heßing, der das Angebot am Hochschulstandort Ahaus leitet. Der Schüler Caspar Schabbing freute sich z.B. über das Angebot der Firma AXA Entwicklungs- und Maschinenbau in Schöppingen: „Ich konnte CAD Konstruktionen erstellen und habe auch Einblicke in die Produktion des Unternehmens gewonnen“. Lennart Spieker konnte fünf Tage bei der Fa. d.velop in Gescher verbringen: „Ich habe neue Programmiersprachen gelernt. Das Praktikum hat viel Spaß gemacht“, fasste er seine Eindrücke zusammen. Leon Harks, der die Firma Laudert kennenlernen durfte, betonte: „Ich habe mich nicht nur mit Programmieren beschäftigt, sondern konnte auch den Mitarbeitern über die Schulter schauen, die direkt mit den Kunden zu tun haben“. Bernd Kemper, Geschäftsführer vom Verband VMM und Rolf Heiber, stellvertretender Geschäftsstellenleiter der Agentur für Arbeit in Coesfeld, stellten die sehr guten Chancen gerade in den technischen Berufen dar. In der Talkrunde mit drei Studenten der Westfälischen Hochschule und Jochen Meyer, Geschäftsführer der Fa. MediaBEAM aus Ahaus, unter der Leitung von Andrea Severiens, Projektleiterin des zdi-Zentrums Kreis Borken, erhielten die Praktikanten viele wertvolle Informationen über die Vorteile des Studienstandortes Ahaus und Bocholt und das duale Studium. Der große Nutzen ist für alle Beteiligten Motivator, das Konzept des Dualen Orientierungspraktikums auch in den kommenden Jahren fortzuführen: Der Fachkräftemangel in Ingenieurberufen und anderen technisch-naturwissenschaftlichen Berufen gilt als eine der großen Herausforderungen auch im Kreis Borken. Gleichzeitig bieten diese Berufe gute Karriere- und Zukunftschancen. Das Duale Orientierungspraktikum ist ein ideales Angebot, um bei Schülerinnen und Schüler durch Information und Praxiseinblicke Impulse für eine Berufswahl auf diesem Gebiet zu setzen.

Bildunterschrift: Die Praktikanten des „Dualen Orientierungspraktikums“ erhielten für ihr Engagement ein Teilnahmezertifikat. Mit ihnen freuten sich die Organisatoren und Unternehmen des Dualen Praktikums (v.l.) Andrea Severiens von der WFG, Prof. Christian Heßing von der Westfälischen Hochschule, Melanie Webbeler von Tobit.Software, Christian Kemper von Schmitz Cargobull AG und Bernd Kemper vom VMM.

Copyright 2013 - WFG für den Kreis Borken mbH