Ökoprofit-Auszeichnungsveranstaltung: 10 Unternehmen mit begehrtem Ökoprofit-Prüfsiegel ausgezeichnet

Mit Ökoprofit brachten die Unternehmen zahlreiche Maßnahmen auf den Weg, die die Umwelt schonen und zugleich Kosten sparen – also einen echten Öko-Profit darstellen. Von allein 46 Maßnahmen ließen sich die erzielten Effekte bereits zum Projektabschluss bewerten: Die jährlichen Einsparungen dieser Maßnahmen belaufen sich auf knapp 344.370 Euro. Dem steht eine Investitionssumme von rund 1.310.360 Euro gegenüber, die sich im Durchschnitt nach etwas mehr als drei Jahren amortisiert.

Die Reduzierung der Ausgaben für Energie, Wasser und Rohstoffe ist ein Thema, das Unternehmen in Zeiten steigender Kosten verstärkt in den Fokus stellen müssen. Dabei handelt es sich bei der bewussten Auseinandersetzung mit der Thematik „Ressourceneinsparung“ längst um eine ökonomische Notwendigkeit im Rahmen einer langfristigen Wachstumsstrategie. Darüber hinaus wächst das Bewusstsein, soziale und ökologische Verantwortung als Unternehmensprozess zu leben und nach außen darzustellen. Genau hier setzt das Projekt „Ökoprofit“ an, indem es die ökologische Optimierung im Unternehmen mit ökonomischem Gewinn verknüpft. Zehn Unternehmen aus dem Kreis Borken hatten sich im vergangenen Jahr entschieden an Ökoprofit teilzunehmen, das vom Kreis Borken und der Wirtschaftsförderungsgesellschaft für den Kreis Borken mbH (WFG) mit Unterstützung der kommunalen Wirtschaftsförderer und weiterer Kooperationspartnern wie der Energie-Agentur.NRW, der Effizienz-Agentur NRW und der Kreishandwerker-schaft umgesetzt wird. Finanziell unterstützt wurde ÖKORPROFIT VI von den Genossenschaftsbanken im Kreis Borken. Nach erfolgreicher Projektteilnahme und Initiierung eines ganzheitlichen Umweltmanagement-Systems wurden diese Unternehmen jetzt im Wirtschaftszentrum Gronau (WZG) mit dem begehrten Prüfsiegel „Ökoprofit – Betrieb Kreis Borken“ ausgezeichnet: Wenker GmbH & Co. KG, Ahaus; Stadtwerke Gronau; Vornholt Garten- und Landschaftsbau, Borken; Röring Energie-Anlagen GmbH, Vreden; EGW Entsorgungsgesellschaft, Gescher; Valk Büro, Bocholt; Brocolor, Lackfabrik, Gronau; Benning Agrar Energie GmbH, Reken; AW Automatisierungstechnik, Wellner, Stadtlohn; Preister, Gerhard,Landwirt, Gronau.

 

In dem einjährigen Landesförderungsprojekt hatten die Unternehmen die Möglichkeit im Rahmen von Workshops und Vor-Ort-Beratungsterminen einen effizienten Umgang mit Ressourcen zu erlernen, individuelle Einsparpotentiale zu erkennen und ein effizientes Umweltmanagement-System zu entwickeln. Weil Teamarbeit dabei ein entscheidender Erfolgsfaktor ist, wurden zahlreiche Beschäftigte involviert. Wie in den Vorjahren bestätigte sich, dass diese vielfach selbst als ideale Rechercheure und Innovationsquelle fungieren. Die Verankerung des Umweltmanagementsystems wurde in den teilnehmenden Unternehmen ganz unterschiedlich implementiert. So greifen kleinere Unternehmen mehrfach auf bestehende Strukturen zurück und integrieren den Umweltschutz z.B. in reguläre Besprechungen. Größere Unternehmen hingegen stellen häufiger einen Umweltbeauftragten oder gar ein ganzes Umweltteam ab.

 

Mit Ökoprofit brachten die Unternehmen zahlreiche Maßnahmen auf den Weg, die die Umwelt schonen und zugleich Kosten sparen – also einen echten Öko-Profit darstellen. Von allein 46 Maßnahmen ließen sich die erzielten Effekte bereits zum Projektabschluss bewerten: Die jährlichen Einsparungen dieser Maßnahmen belaufen sich auf knapp 344.370 Euro. Dem steht eine Investitionssumme von rund 1.310.360 Euro gegenüber, die sich im Durchschnitt nach etwas mehr als drei Jahren amortisiert. 19 Prozent der erzielten Verbesserungen bei Ökoprofit konnten ohne jeglichen finanziellen Einsatz erzielt werden, wodurch die Unternehmen rund 43.500 Euro jährlich sparen. 47 der bisher 67 ausgewerteten Maßnahmen sind dem Handlungsfeld Energie zuzuordnen, da gerade in diesem Bereich erhebliche Kosten für Unternehmen ent-stehen. So belaufen sich die gesamten Einsparungen im Energiebereich aller Betriebe auf jährlich rund 1.931.600 Kilowattstunden. Umgerechnet haben die Teilnehmer damit mehr als 788.9 Tonnen CO2-Emissionen eingespart. Auch in den Handlungsfeldern Abfall und Rohstoffeinsatz konnten mit insgesamt neun Maßnahmen deutliche Umweltentlastungen erzielt werden. Die zehn Unternehmen hatten sich in den vergangenen Wochen einer Prüfungskommission gestellt und ihre Maßnahmen erläutert. Hierdurch konnten sie sich erfolgreich für die Auszeichnungsveranstaltung und damit für den Erhalt der Ökoprofit-Prüfsiegel qualifiziert. „Die Ökoprofit-Auszeichnung zeigt, dass die zehn Unternehmen einen zukunftswei-senden Weg in Richtung eines ganzheitlichen Umweltmanagement-Systems eingeschlagen haben. Enorme Einsparungen und der Schutz der Umwelt sind der Gewinn. Vor allem jedoch profitieren die Unternehmen auch langfristig immer wieder von den neu geschaffenen Struktu-ren in Umweltteams oder bei Prozessabläufen“, so WFG-Geschäftsführer Dr. Heiner Kleinschneider. Argumente, die überzeugen, denn für die sechste Ökoprofit-Runde fiel auf der feierlichen Auszeichnungsveranstaltung der Startschuss in die neue Ökoprofit-Runde mit wiederum zehn Unternehmen aus dem Kreis Borken.

 

Bildunterschrift: Erhielten jetzt im Rahmen der Auszeichnungsveranstaltung ihr Ökoprofit-Siegel - 10 Unternehmen aus dem Kreis Borken.

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