Wirtschaft Aktuell

Info-Service für Unternehmen in der Corona-Krise

Informationen zu wirtschaftlichen Hilfen für Unternehmen und Selbstständige im Zusammenhang mit dem Corona-Virus

Die Wirtschaftsförderungsgesellschaft für den Kreis Borken (WFG) hat in Zusammenarbeit mit der Wirtschaftsförderungsgesellschaft für den Kreis Coesfeld (wfc), dem AIW e.V, der Kreishandwerkerschaft Borken sowie der Kreishandwerkerschaft Coesfeld wichtige Informationen über Ansprechpartner und bisher bekannte Maßnahmen zur Abfederung der wirtschaftlichen Auswirkungen des Virus für Unternehmen und Selbstständige im Zusammenhang mit dem Corona-Virus zusammengestellt.

Diese Übersicht mit Informationen wird laufend aktualisiert und an die neuen Entwicklungen angepasst.

BAFA Corona-Sondermodul wegen Überzeichnung eingestellt!

Wir unterstützen Unternehmen bei der Antragstellung von Soforthilfen und weiteren Fragen: 02561/97999-0

Änderungen (Stand 28.05.2020)

BAFA Corona-Sondermodul wegen Überzeichnung eingestellt (28.05.2020)

Aufgrund der großen Nachfrage sind die für dieses spezielle Fördermodul vorgesehenen Mittel bereits ausgeschöpft, es können auch keine zusätzlichen Mittel zur Verfügung gestellt werden. Die Förderung aus dem Corona-Sondermodul wurde deshalb vorzeitig eingestellt. Daher können Unternehmen leider keine Inaussichtstellung bzw. Bewilligung eines Antrags in diesem Fördermodul mehr erhalten.

Die Beantragung einer Beratungsförderung im Regelprogramm ist jedoch weiterhin möglich – bei Jungunternehmen bzw. Unternehmen in Schwierigkeiten muss ein Beratungsgespräch mit einem Regionalpartner (diesen Part übernehmen ja häufig der Wirtschaftsförderungen) erfolgen. Aufgrund der aktuellen Umstände führe ich solche Beratungsgespräche telefonisch und schreibe den Unternehmen die Anträge gesprächsbegleitend.

Hier geht es zum Bericht des BAFA: https://www.bafa.de/DE/Wirtschafts_Mittelstandsfoerderung/Beratung_Finanzierung/Unternehmensberatung/unternehmensberatung_node.html

Das Land fördert nun auch Gründer, die nach dem 31.12.2019 und vor dem 11.03.2020 gegründet haben (14.05.2020)

Der Antrag auf Soforthilfe für Gründerinnen und Gründer ist jetzt online verfügbar unter: https://soforthilfe-corona.nrw.de 

Zusammen mit dem Antrag werden auf der Seite des Wirtschaftsministeriums https://www.wirtschaft.nrw/nrw-soforthilfe-2020 ergänzende Informationen veröffentlicht.

Danach können in Ausnahmefällen auch Gründerinnen und Gründer, die nach dem 31.12.2019 und vor dem 11.03.2020 ihre Waren und Dienstleistungen am Markt angeboten haben, mit Hilfe eines/r Angehörigen der steuerberatenden Berufe (z. B. Steuerberater/in) einen Antrag stellen. Sie müssen belegen, dass sie bis zum 11.03.2020

–             bereits Umsätze erzielten oder

–             mindestens ein Auftrag durch einen Kunden vorlag oder

–             sie bereits eine langfristige oder dauerhaft wiederkehrende betriebliche Zahlungsverpflichtung eingegangen sind, z. B. ein Pachtvertrag für ein Ladenlokal.

Der Antrag für Gründerinnen und Gründer muss von der Angehörigen der steuerberatenden Berufe ausgefüllt und abgesendet werden.

Für neu gegründete Unternehmen, die erst nach dem 31.12.2019 und vor dem 11.03.2020 Ihre Waren und Dienstleistungen am Markt angeboten haben, ist der 11.03.2020 auch der Stichtag, ab dem die durch die Corona-Krise bedingten Beeinträchtigungen eingetreten sein müssen.

Hinsichtlich der Berechnung der bereits erzielten Umsätze bis zum 11.03.2020 (Nummer 6.1 des Antrags) sind die Umsätze aus dem Vormonat oder bei Unternehmen, die noch nicht durchgehend im Februar 2020 wirtschaftlich aktiv waren, die Umsätze aus dem Zeitraum der bisherigen Geschäftstätigkeit umgerechnet auf einen Monat (30 Tage) zugrunde zu legen.

Soforthilfe: Privatentnahmen zur Deckung der Lebenshaltungskosten dürfen bis zu einem Betrag von 2000 € aus der Soforthilfe entnommen werden. (12.05.2020)

Häufige Fragen und Antworten

Fragen und Antworten zur Soforthilfe

Eine Sammlung von häufigen Fragen zur Soforthilfe befindet sich hier:

https://www.wirtschaft.nrw/nrw-soforthilfe-2020

Wann kann ich Anträge auf Soforthilfe stellen?

NRW-Soforthilfe 2020 – Link für Antragstellung ist ab sofort online:

https://soforthilfe-corona.nrw.de

Eine Antragstellung auf Papier ist nicht möglich!

Kleinunternehmen, Freiberuflern und Solo-Selbständigen werden über die Corona-Soforthilfe-Programme zur Vermeidung finanzieller Engpässe des Bundes und des Landes NRW in den folgenden drei Monaten Zuschüsse jeweils als Einmalzahlung gewährt:

–              bis zu 5 Beschäftigten: 9.000 €

–              bis zu 10 Beschäftigte: 15.000 €

–              bis zu 50 Beschäftigte: 25.000 €

Die Bestimmung der Zahl der Beschäftigten erfolgt über sog. Vollzeitäquivalente. Der Berechnungsschlüssel sowie alle weiteren Voraussetzungen sind ab sofort hier nachzulesen https://www.wirtschaft.nrw/nrw-soforthilfe-2020

Unternehmerinnen und Unternehmer zählen zu den Beschäftigten. Auszubildende werden nur mitgezählt, solange durch ihre Anrechnung nicht die Förderobergrenze von 50 Beschäftigten überschritten wird. Als Beschäftigter zählt, wer mit dem Unternehmen zum o.g. Stichtag einen laufenden Arbeitsvertrag hat/hatte.

Voraussetzung: erhebliche Finanzierungsengpässe und wirtschaftliche Schwierigkeiten in Folge von Corona. Dies wird angenommen, wenn

  • mehr als die Hälfte der Aufträge aus der Zeit vor dem 1. März durch die Corona-Krise weggefallen sind
oder
  • die Umsätze gegenüber dem Vorjahresmonat mehr als halbiert sind (für einen noch im März oder im April gestellten Antrag werden die Umsätze im Monat März 2020 gegenüber dem Monat März 2019 zugrunde gelegt. Kann der Vorjahresmonat nicht herangezogen werden (z.B. bei Gründungen), gilt der Vormonat.
 oder
  • die Möglichkeiten den Umsatz zu erzielen durch eine behördliche Auflage im Zusammenhang mit der COVID-19 Pandemie massiv eingeschränkt wurde
oder
  • die vorhandenen Mittel nicht ausreichen, um die kurzfristigen Verbindlichkeiten des Unternehmens (bspw. Mieten, Kredite für Betriebsräume, Leasingraten) zu zahlen (= Finanzierungsengpass)

Der Antragsteller muss versichern, dass der Finanzierungsengpass nicht bereits vor dem 1. März bestanden hat. Der Antragsteller muss zusätzlich erklären, dass sich das Unternehmen zum Stichtag 31. Dezember 2019 nicht um ein „Unternehmen in Schwierigkeiten“ handelte. Weitere Informationen dazu finden Sie unten

Lt. NRW-Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart ist zur Erfüllung der Voraussetzungen vom Antragsteller eine eidesstattliche Versicherung abzugeben. Eine Überprüfung findet nur stichprobenweise statt.

Erste Zusagen sollen bereits Anfang der kommenden Woche und erste Auszahlungen Ende der Woche vorliegen. Der Bewilligungsbescheid wird elektronisch zugestellt.

Beratungen zu diesem Zuschussprogramm übernehmen im Münsterland in Abstimmung mit dem Wirtschaftsministerium die

Industrie- und Handelskammer Nord Westfalen: 0251 707-111

Handwerkskammer Münster: 0251 5203-555

Hotline des Wirtschaftsministeriums NRW: 0211 611 772 555.

Minister Pinkwart bittet ausdrücklich darum, dass Antragsberechtigte, die finanziell noch etwas „Luft“ haben, mit der Antragstellung noch abwarten, damit die Soforthilfe schnellstmöglich dort ankommt, wo sie akut benötigt ist. Er betont, dass der Topf ausreichend gefüllt und eine Auszahlung auch bei einer späteren Antragstellung bis zur Frist am 31.05.2020 gewährleistet ist.

Kulturschaffende werden bereits jetzt mit einem Sofortprogramm unterstützt:

–              Freischaffende, professionelle Künstler können eine existenzsichernde Einmalzahlung in Höhe von bis zu 2.000 Euro beantragen. Sie muss später nicht zurückgezahlt werden.

Antragsformulare gibt es über die Bezirksregierung: https://www.bezreg-muenster.de/de/foerderung/foerderprogramme_a-z/48_sofortprogramm_kuenstler_corona/index.html

Darf ich überhaupt noch öffnen? Darf ich wieder öffnen?

Seit dem 22.03.2020 gilt die Verordnung zum Schutz vor Neuinfizierungen mit dem Coronavirus SARS-CoV-2(CoronaSchVO).

Erlass ab dem 21.05.2020

Welche Hygieneregeln muss ich in meinem Einzelhandelsgeschäft beachten?

Hier eine Checkliste für die wichtigsten Regeln zur Einhaltung der Hygienvorschriften:

Grundlage gemäß § 5 Abs. 4 CoronaSchVO
„Alle Einrichtungen haben die geeigneten Vorkehrungen zur Hygiene, zur Steuerung des Zutritts, zur Vermeidung von Warteschlagen und zur Gewährleistung eines Mindestabstandes von 1,5 Metern zwischen Personen zu treffen.“

Vorkehrungen zur Hygiene:

Regelmäßige Desinfizierung von:
a. Kassenbereichen (Warenband, Theke, EC-Geräte, Geldübergabe-Behältnisse)
b. Einkaufswagen
c. Türgriffen, Griffen von Kühltheken und -truhen
„Hygienewände“ für Thekenbereiche nicht verpackter Ware (z.B. Fleisch, Brot, Schokolade)
– Tragen von Schutzhandschuhen:
a. beim Kontakt mit nicht verpackter Ware
b. bei der Bargeldübergabe (alternativ: Übergabe per Teller o.ä.)
c. Hinweisschild: Bargeldlos bezahlen erwünscht
– „Hygienewände“ im Kassenbereich

Steuerung des Zutritts:

Grundsätzlich ist die maximale Anzahl der Kunden im Geschäftslokal auf max. 1 Person je 10 qm Verkaufsfläche zu reduzieren. Hier ist jedoch vorrangig der Mindestabstand von 1,5 m zwischen Personen zu beachten. Eine weitere Reduzierung ist entsprechend vorzunehmen, wenn es die tatsächlichen Gegebenheiten erfordern.
– Sicherstellung über
a. Kontrollperson mit Zählgerät
b. bei Ladenlokalen geringer Größe mit Hinweisschild und über das Personal
c. gleichwertiger Methode

Vermeidung von Warteschlagen:

Öffnen mehrerer Kassen
– Optimierung der Abläufe (eine Person für Bestellaufgabe und Zahlung, weitere Person für die Herausgabe)
– Wenn möglich durch vorherige Terminvereinbarung / telefonischer Vorbestellung
– Entsprechende Vorkehrungen auch vor den Ladenlokalen

Mindestabstand von 1,5 m zwischen Personen:

Optische und Physische Barrieren
a. Bodenaufkleber
b. bauliche Vorrichtungen (z.B. Palette, Kisten, Tische, o.ä.)
c. Hinweisschilder
– Verbreiterung der Gänge (Reduzierung des Warenbestandes zur Vergrößerung von Laufwegen für Kunden)
– Aktives Einwirken durch das Verkaufspersonal
a. deutliche Hinweise im Kassenbereich
b. Auflösen von „Gruppenbildungen“
c. Gebrauch machen vom Hausrecht bei Nichteinhaltung von Abständen

Was soll ich als Unternehmer machen, wenn ich nicht öffnen darf oder Lieferketten ausfallen?

Hier gilt es die Ruhe zu bewahren und die derzeit sehr dynamische Situation jeden Tag neu zu bewerten. Auf jeden Fall ist es jetzt wichtig, Kosten maximal zu reduzieren. Überstunden und Urlaub der Mitarbeitenden sollten abgebaut werden. Daneben ist zu prüfen, inwieweit sich individuelle Vereinbarungen mit MitarbeiterInnen wie z.B. Freistellungen treffen lassen. Beim Schritt in die Kurzarbeit folgt die Registrierung bei der Agentur für Arbeit. Ein konkreter Liquiditätsplan für die nächsten Wochen und Monate gibt einen Überblick darüber, welche Kosten in Summe anfallen und wie hoch der Liquiditätsbedarf sein wird. Entsprechend sollten Gespräche mit der Hausbank aufgenommen werden.

Soforthilfen von Bund und Land NRW

Soforthilfen für Unternehmen in NRW

Um den Schaden für Solo-Selbstständige und Kleinstunternehmen in Folge der Corona-Krise abzufedern, hat der Bund ein Soforthilfeprogramm Corona aufgelegt. Die Landesregierung hat beschlossen, das Angebot des Bundes zusätzlich den Kreis der angesprochenen Unternehmen noch um die Gruppe der Unternehmen mit bis zu 50 Beschäftigten (sog. Kleinunternehmen) zu erweitern. Der unten genannte Link zur Antragstellung kann genutzt werden sowohl zu Länder-Soforthilfen wie auch für Bundes-Soforthilfen.

Die Landesregierung hat beschlossen, die Soforthilfe aus eigenen Mittel aufzustocken, so dass nun auch Privatentnahmen bis zu 2.000 EUR aus der Soforthilfe beglichen werden können. Hier geht es zur aktuellen Pressemeldung: https://www.wirtschaft.nrw/pressemitteilung/landesregierung-weitet-investitionen-die-nrw-soforthilfe-und-das-mkw

Anträge können von gewerblichen und gemeinnützigen Unternehmen, Solo-Selbstständigen und von Angehörigen der Freien Berufe, einschließlich Künstler/innen, mit bis zu 50 Beschäftigten (umgerechnet auf Vollzeitkräfte) gestellt werden, die

  • wirtschaftlich und damit dauerhaft am Markt als Unternehmen oder im Haupterwerb als Freiberufler oder Selbstständige tätig sind,
  • ihren Hauptsitz in Nordrhein-Westfalen haben,
  • bei einem deutschen Finanzamt angemeldet sind
  • maximal 50 Beschäftigte haben (umgerechnet auf Vollzeitkräfte) und
  • ihre Waren oder Dienstleistungen bereits vor dem 31. Dezember 2019 am Markt angeboten haben.

Gewährt werden für einen Zeitraum von drei Monaten Zuschüsse jeweils als Einmalzahlung:

– bis zu 5 Beschäftigten: 9.000 €

– bis zu 10 Beschäftigte: 15.000 €

– bis zu 50 Beschäftigte: 25.000 €

Die Bestimmung der Zahl der Beschäftigten erfolgt über sog. Vollzeitäquivalente. Der Berechnungsschlüssel sowie alle weiteren Voraussetzungen sind ab sofort hier nachzulesen https://www.wirtschaft.nrw/nrw-soforthilfe-2020 Unternehmerinnen und Unternehmer zählen zu den Beschäftigten.

Eine Arbeitshilfe zur Berechnung der Mitarbeiter für die Soforthilfe finden Sie hier:

Es müssen die Mitarbeiter in die Gelb hinterlegten Felder eingetragen werden.

Voraussetzung sind erhebliche Finanzierungsengpässe und wirtschaftliche Schwierigkeiten in Folge von Corona. Dies wird angenommen, wenn

  • mehr als die Hälfte der Aufträge aus der Zeit vor dem 1. März durch die Corona-Krise weggefallen ist (d.h. sich das Volumen des Auftragsbestandes mehr als halbiert hat)

oder

  • die Umsätze gegenüber dem Vorjahresmonat mehr als halbiert sind (für einen noch im März gestellten Antrag werden die Umsätze im Monat März 2020 gegenüber dem Monat März 2019 zugrunde gelegt. Wird der Antrag im April 2020 gestellt, ist der Vergleichsmonat April 2019. Kann der 6 Vorjahresmonat nicht herangezogen werden (z.B. bei Gründungen), gilt der Vormonat.

oder

  • die Möglichkeiten den Umsatz zu erzielen durch eine behördliche Auflage im Zusammenhang mit der COVID-19 Pandemie massiv eingeschränkt wurden

oder

  • die vorhandenen Mittel nicht ausreichen, um die kurzfristigen Verbindlichkeiten des Unternehmens (bspw. Mieten, Kredite für Betriebsräume, Leasingraten) zu zahlen (= Finanzierungsengpass)

Die Antragstellung ist ausschließlich digital möglich. Das Formular zur Antragstellung finden Sie unter http://soforthilfe-corona.nrw.de/ Eine Antragstellung auf Papier ist nicht möglich! Dieser Link gilt sowohl für Länder-Soforthilfen wie auch für Bundes-Soforthilfen.

Anträge können bis 31.05.2020 gestellt werden.

Die Bewilligungsbescheide werden sehr schnell erteilt. Erste Auszahlungen sollen auch bereits innerhalb weniger Tage erfolgen.

Beratungen zu diesem Zuschussprogramm übernehmen im Münsterland in Abstimmung mit dem Wirtschaftsministerium die Wirtschaftsförderungsgesellschaften (Kontaktdaten finden Sie am Schluss dieser Übersicht) sowie die Industrie- und Handelskammer.

Industrie- und Handelskammer Nord Westfalen: 0251 707-111

Handwerkskammer Münster: 0251 5203-888

Hotline des Wirtschaftsministeriums NRW: 0211 611 772 555.

Am 27.03.2020 hat in einem von uns angebotenem Webinar ein Experte der Handwerkskammer Münster sowohl die Grundlagen für die Beantragung der Soforthilfe als auch das Antragsverfahren Schritt für Schritt erläutert. Die Aufzeichnung des Webinars steht unter https://www.youtube.com/watch?v=nYRbiIZjzOg zur Verfügung.

Eine Sammlung häufiger Fragen zur Soforthilfe gibt es hier: https://www.wfg-borken.de/wp-content/uploads/2020/04/FAQ-Soforthilfe-NRW-April2020_final-002.pdf

Kostenübernahme für Beratungsleistungen -- eingestellt
BAFA Corona-Sondermodul wegen Überzeichnung eingestellt:
Das BAFA hat für das attraktive Fördermodul für Corona-betroffene Unternehmen mehr Anträge erhalten als an Haushaltsmitteln zur Verfügung gestellt werden konnte.

Die Corona-Krise stellt Deutschland vor beispiellose Herausforderungen. Die Rahmenrichtlinie zur Förderung unternehmerischen Know-hows wurde deshalb um ein Modul zur schnellen und unbürokratischen Förderung der Unternehmensberatung für Corona-betroffene Unternehmen und Freiberufler erweitert. Die Nachfrage nach dieser Förderung hat alle Erwartungen weit übertroffen. Mehrere zehntausend Unternehmen haben Anträge gestellt. Zahlreichen KMU kann dadurch geholfen werden, individuelle Wege aus der Krise zu finden.

Aufgrund der großen Nachfrage sind die für dieses spezielle Fördermodul vorgesehenen Mittel bereits ausgeschöpft, es können auch keine zusätzlichen Mittel zur Verfügung gestellt werden. Die Förderung aus dem Corona-Sondermodul wurde deshalb vorzeitig eingestellt. Daher können vorerst nur Anträge bewilligt und die Förderung an den Berater ausgezahlt werden, die bereits eine Inaussichtstellung erhalten haben. Die Voraussetzungen hierfür sind außerdem, dass Sie einen förderfähigen Verwendungsnachweis eingereicht haben und ausreichend Haushaltsmittel zur Verfügung stehen.

Wenn Sie noch keine Inaussichtstellung erhalten haben, werden Sie ggf. in den kommenden Monaten in einem Nachrückverfahren berücksichtigt. Auch in diesem Fall gilt, dass ausreichend Haushaltsmittel vorhanden sein müssen.

Die anderen Module zur Förderung unternehmerischen Know-hows ermöglichen weiterhin geförderte Beratungen zu günstigen Konditionen. Diese Module werden unverändert fortgeführt und stehen Unternehmerinnen und Unternehmern weiter zur Verfügung.

Wirtschaftsstabilisierungfonds für Großunternehmen
Sofortprogramm zur Unterstützung freischaffender Künstlerinnen und Künstler

Beim Sonderförderprogramm für professionelle, freischaffende Künstler sind aktuell die Fördermittel vollständig ausgezahlt. Eine Beantragung ist nicht mehr möglich. Bund und Land arbeiten aktuell an einer Folgelösung. Weitere Infos unter: https://www.mkw.nrw/node/1682

 

Förderdarlehen als kurzfristige Liquiditätshilfe

Überblick: KfW-Schnellkredit 2020: Wer? Was? Wie?

KfW-Schnellkredit 2020: Schaubild: Wer, Was, Wie

Video zur KfW-Corona-Hilfe

Überblick: Voraussetzungen für den Schnellkredit

Corona-Checkliste: Voraussetzungen für den KfW-Schnellkredit

Überblick: Corona-Hilfe für junge und etablierte Unternehmen

Corona-Hilfe für junge und etablierte Unternehmen

Weitere Informationen, Ansprechpartner und Links zu den Förderdarlehen

Die Bundesregierung hat beschlossen, die Bedingungen für kleine und mittlere Unternehmen (bis zu 250 Mitarbeiter bzw. bis zu 50 Mio. Euro Jahresumsatz) für den KfW-Unternehmerkredit (für Bestandsunternehmen) und den ERP-Gründerkredit – Universell (für junge Unternehmen, die weniger als 5 Jahre, aber mindestens drei Jahre am Markt sind) für Betriebsmittelkredite zu lockern. Durch höhere Risikoübernahmen von bis zu 90% der Kreditsumme seitens der KfW soll die Bereitschaft von Hausbanken für eine Kreditvergabe erhöht werden. Für große Unternehmen gilt eine Risikoübernahme von 80 Prozent.

Um KMU zusätzlich zu unterstützen, wird von der KfW zum 15.04.2020 der „KfW-Schnellkredit 2020“ herausgegeben:
Das Darlehen gilt für Unternehmen mit mehr als 10 Mitarbeitern und hat im wesentlichen folgende Vorteile:
• für Anschaffungen und laufende Kosten
• kleinere und große Kreditbeträge – bis zu 800.000 Euro
• bis zu 10 Jahre Zeit für die Rückzahlung, 2 Jahre keine Tilgung
• Die KfW übernimmt 100 % des Bankenrisikos
Weitere Informationen dazu unter hier.

Hilfen für Unternehmen, die weniger als drei Jahre am Markt sind, sind unter dem Punkt => Hilfen für Gründer und Jungunternehmer zu finden.

Weitere Informationen und Vorbereitung der Antragstellung: https://corona.kfw.de/

https://www.kfw.de/KfW-Konzern/Newsroom/Aktuelles/KfW-Corona-Hilfe-Unternehmen.html

Ergänzend hat die NRW-Landesregierung den NRW-Rettungsschirm beschlossen. Die NRW.Bank hat bei ihrem Universalkredit die Risikoübernahme von 50 auf 80 Prozent erhöht. Der bisher dafür nötige Mindestkreditbetrag entfällt. Die Tilgung des Universalkredits mit einer Laufzeit von maximal zehn Jahren kann vom Start an bis maximal 24 Monate ausgesetzt werden. https://www.nrwbank.de/de/corporate/presse/corona-hilfe-nrwbank.html

Kredite zur Überbrückung von Liquiditätsengpässen bis zu 2,5 Mio. Euro können zudem durch die Bürgschaftsbank NRW und über 2,5 Mio. Euro durch das Landesbürgschaftsprogramm besichert werden. Die Bürgschaftsbank NRW ermöglicht eine 72-Stunden-Expressbürgschaft. Eine Erhöhung der Verbürgungsquote von bis zu 80% auf bis zu 90% ist geplant, muss aber vor Inkrafttreten noch von der EU-Kommission genehmigt werden.

Kleine Unternehmen und Existenzgründer habe die Möglichkeit, aus dem Mikromezzanin-Fonds Beteiligungskapital von bis zu 75.000 Euro direkt bei der Kapitalbeteiligungsgesellschaft (KBG) in Neuss zu beantragen. Sicherheiten sind hierfür vom Unternehmen nicht zu stellen. Die Erhöhung des Beteiligungskapitals führt nicht nur zur sofortigen Liquiditätsstärkung, sondern verbessert auch das Rating des Unternehmens und damit seine Kreditwürdigkeit.

Bitte beachten Sie, dass bei allem Bemühen der beteiligten Partner Lösungen für Liquiditätsengpässe immer etwas Zeit benötigen. Dies gilt umso mehr, wenn die Zahl der Anfragen in den kommenden Wochen steigen wird. Bitte behalten Sie Ihre Liquidität im Blick und werden Sie bereits frühzeitig aktiv, wenn erste Liquiditätsengpässe in Ihrem Unternehmen abzusehen sind!

Die Beantragung und Abwicklung der finanziellen Hilfen erfordert immer die Beteiligung Ihrer Hausbank. Wichtig hierbei ist auch die Erstellung eines Liquiditätsplanes.  Eine Auflistung weiterer Unterlagen, die einzureichen sind, finden Sie hier: https://www.sparkasse-westmuensterland.de/fi/home/produkte/finanzierung/kfw-foerderkredite.html?n=true

Zur Beschleunigung wenden Sie sich am besten möglichst früh an die Beraterin/den Berater Ihrer Hausbank. Aber natürlich stehen auch wir Ihnen für grundsätzliche Informationen zu den Finanzierungshilfen gerne zur Verfügung. Unsere Kontaktdaten finden Sie am Ende dieser Übersicht.


IHK Nord Westfalen zur Finanzierung des Unternehmens bei Liquiditätsengpässen während der Corona-Krise


Infos zur Liquiditäts­sicherung durch die NRW.BANK


Infos zur Liquiditätssicherung durch die Bürgschafts­bank NRW


Infos zur Liquiditätssicherung durch die KBG NRW


Hotline des Bundeswirtschafts­ministerium für alle Fragen zu finanziellen Hilfen


Hilfskredite der KfW und der Förderinstitute der Bundesländer können bei den Hausbanken beantragt werden. Eine Liste mit den erforderlichen Unterlagen und weitere Informationen finden Sie hier:

Hilfen für Gründer und Jungunternehmer

Soforthilfe für Gründerinnen und Gründer

Der Antrag auf Soforthilfe für Gründerinnen und Gründer ist jetzt online verfügbar unter: https://soforthilfe-corona.nrw.de 

Zusammen mit dem Antrag werden auf der Seite des Wirtschaftsministeriums https://www.wirtschaft.nrw/nrw-soforthilfe-2020 ergänzende Informationen veröffentlicht.

Danach können in Ausnahmefällen auch Gründerinnen und Gründer, die nach dem 31.12.2019 und vor dem 11.03.2020 ihre Waren und Dienstleistungen am Markt angeboten haben, mit Hilfe eines/r Angehörigen der steuerberatenden Berufe (z. B. Steuerberater/in) einen Antrag stellen. Sie müssen belegen, dass sie bis zum 11.03.2020

–             bereits Umsätze erzielten oder

–             mindestens ein Auftrag durch einen Kunden vorlag oder

–             sie bereits eine langfristige oder dauerhaft wiederkehrende betriebliche Zahlungsverpflichtung eingegangen sind, z. B. ein Pachtvertrag für ein Ladenlokal.

Der Antrag für Gründerinnen und Gründer muss von der Angehörigen der steuerberatenden Berufe ausgefüllt und abgesendet werden.

Für neu gegründete Unternehmen, die erst nach dem 31.12.2019 und vor dem 11.03.2020 Ihre Waren und Dienstleistungen am Markt angeboten haben, ist der 11.03.2020 auch der Stichtag, ab dem die durch die Corona-Krise bedingten Beeinträchtigungen eingetreten sein müssen.

Hinsichtlich der Berechnung der bereits erzielten Umsätze bis zum 11.03.2020 (Nummer 6.1 des Antrags) sind die Umsätze aus dem Vormonat oder bei Unternehmen, die noch nicht durchgehend im Februar 2020 wirtschaftlich aktiv waren, die Umsätze aus dem Zeitraum der bisherigen Geschäftstätigkeit umgerechnet auf einen Monat (30 Tage) zugrunde zu legen.

Stipendien, Fördergelder und Darlehen von Land und NRW.Bank

Die NRW-Landesregierung und die NRW.Bank bieten folgende Hilfen für Gründer und Jungunternehmen, die nicht länger als drei Jahre am Markt sind:

Gründerstipendien: Stipendien, die zwischen dem 1.3.2020 und dem 30.6.2020 auslaufen, können unbürokratisch um drei Monate verlängert werden. Weitere Informationen unter https://www.gruenderstipendium.nrw/aktuelles?backRef=6&news=Unterstuetzung_fuer_Start_ups_Laufzeitverlaengerung_und_finanzielle_Aufstockung_fuer_das_Gruenderstipendium_NRW

Start-up-Transfer: Für Ausgründungen aus Hochschulen verlängert sich der Förderzeitraum für Projekte, die zwischen dem 1.3.2020 und dem 30.6.2020 auslaufen, um drei Monate. Für die Antragsrunde zum 30.4.2020 können Unterlagen auch nachgereicht werden.

Darlehen der NRW.Bank: Die NRW.Bank legt das Programm „NRW.Start-up akut“ für Unternehmen, die nicht älter sind als drei Jahre, neu auf. Möglich ist ein Wandeldarlehen von bis zu 200.000 Euro über eine Laufzeit von sechs Jahren. Zudem wird beim Programm „SeedCap“ die maximal mögliche Investitionssumme von 100.000 auf 200.000 Euro erhöht. Bei den VentureFonds sind jetzt auch Beteiligungen in der späteren Wachstumsphase möglich. Weitere Infos: www.nrwbank.de/corona

Kurzarbeit und Quarantäne

Online-Anlaufstelle der Arbeits­agentur für Kurzarbeitergeld

Folgende Erleichterungen sind bei der Beantragung von Kurzarbeitergeld in Kraft:

  • Absenkung des Quorums für Kurzarbeit auf mindestens 10% der Beschäftigten, die von Arbeitsausfall betroffen sein müssen
  • teilweiser oder vollständiger Verzicht auf den Aufbau negativer Arbeitszeitsalden
  • Kurzarbeitergeld auch für Leiharbeitnehmer
  • vollständige Erstattung der Sozialversicherungsbeiträge durch die Bundesagentur für Arbeit (BA)

Darüber hinaus hat der Koalitionsausschuss des Bundes beschlossen, das Kurzarbeitergeld von aktuell 60 Prozent bzw. 67 Prozent bei Haushalten mit Kindern anzuheben:

  • Bei um mindestens 50 Prozent reduzierter Arbeit, steigt das Kurzarbeitergeld ab dem 4. Monat des Bezugs auf 70 Prozent (bzw. 77 Prozent) und ab dem 7. Monat auf 80 Prozent (bzw. 87 Prozent) – bis maximal Ende 2020.
  • Die Hinzuverdienstgrenze bei Bezug von Kurzarbeitergeld wird bis Ende 2020 bis zur vollen Höhe des bisherigen Monatseinkommens für alle Berufe geöffnet

Weitere Informationen der Agentur für Arbeit:

Übersicht unter https://www.arbeitsagentur.de/datei/kug-corona-virus-infos-fuer-unternehmen_ba146368.pdf

Tel. 0800 45555-20 oder

unter: https://www.arbeitsagentur.de/news/corona-virus-informationen-fuer-unternehmen-zum-kurzarbeitergeld

In diesem Video wird Ihnen anschaulich erklärt, wie Sie Kurzarbeitergeld beantragen können: https://www.arbeitsagentur.de/unternehmen/finanziell/kurzarbeitergeld-video

Am 27.03.2020 haben in einem von uns angebotenem Webinar Experten der Steuerberaterkanzlei Freckmann & Partner und der Agentur für Arbeit sowohl die Grundlagen für die Beantragung von Kurzarbeitergeld als auch das Antragsverfahren Schritt für Schritt erläutert. Die Aufzeichnung des Webinars steht unter https://www.youtube.com/watch?v=UGI2QS5tXTk&t=1587s zur Verfügung.

Eine weiteres gutes Tutorial zur Anmeldung von Kurzarbeit: https://www.lohnbits.de/kurzarbeit

Hotline des LWL für Fragen rund um Quaran­täne und damit verbun­dene Ver­dienstausfälle

Unter diesen LWL-Servicenummern erhalten Sie Beratung zu Verdienstausfällen bei Quarantäne, beispielsweise bei Verdacht auf eine COVID-19 (Coronavirus)-Erkrankung.

Kontakt zum Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL): 

Herr Tölle:  0251 591 8218
Frau Volks:  0251 591 8411 
Herr Konopka: 0251 591 8136

Um eine weitere Ausbreitung des Coronavirus zu verhindern, können die zuständigen Gesundheitsämter Personen vorsorglich unter Quarantäne stellen. Arbeitnehmer sowie Selbstständige können dadurch einen Verdienstausfall erleiden. In den Kreisen Borken und Coesfeld entschädigt der Landesverband Westfalen-Lippe (LWL) auf Grundlage des Infektionsschutzgesetzes.

https://www.lwl-soziales-entschaedigungsrecht.de/de/

https://www.lwl.org/pressemitteilungen/nr_mitteilung.php?urlID=50337

Steuerliche Erleichterungen und Stundung Sozialversicherungsbeiträge

Steuerliche Erleichterungen

Zwischen Bund und Ländern sind folgende Sofortmaßnahmen abgestimmt, die bis 31.12.2020 gelten:

  1. Zinslose Stundung der fälligen oder fällig werdenden Steuern (Einkommen-, Körperschaft- und Umsatzsteuer)
  2. Absenkung der Steuervorauszahlungen bei Einkommen-, Körperschaft und Gewerbesteuer (nachträgliche Herabsetzung ist bei entsprechender Begründung möglich)
  3. Aussetzen der Sondervorauszahlungen für Dauerfrist­ver­län­ge­rungen bei der Umsatzsteuer
  4. Unbürokratisches Entgegenkommen bei Steuern, die von der Zollverwaltung verwaltet werden (z.B. Energiesteuer oder Brandweinsteuer).
  5. Aussetzen von Vollstreckungsmaßnahmen, einschl. Erlass von Säumniszugschlägen
  6. Fristverlängerung Lohnsteueranmeldungen: Auf Antrag gewähren die Finanzämter in NordrheinWestfalen eine zweimonatige Fristverlängerung für die Lohnsteueranmeldungen, die bis zum 10.04.2020 abgegeben werden müssen. Die verlängerte Abgabefrist läuft bis zum 10.06.2020. Anträge sind mit einer nachvollziehbaren Begründung beim jeweils zuständigen Betriebsstättenfinanzamt einzureichen. NRW-Finanzminister Lutz Lienenkämper hat angekündigt, kurzfristig ein Antragsformular zur Verfügung zu stellen. Den Zugangslink finden Sie hier, sobald er uns vorliegt.

Die Erleichterungen werden krisenbetroffenen Unternehmen auf Antrag gewährt. Das stark vereinfachte Antragsformular finden Sie unter https://www.finanzverwaltung.nrw.de/de/steuererleichterungen-aufgrund-der-auswirkungen-des-coronavirus.

Anträge auf Erleichterungen bei Steuern, die vom Zoll verwaltet werden, müssen dort gestellt werden. Ein gesondertes Antragsformular dafür ist uns nicht bekannt.

Darüber hinaus besteht unter Umständen die Möglichkeit einer weiteren steuerlichen Entlastung durch einen Verlustrücktrag auf das Geschäftsjahr 2019. (Im Einzelfall mit dem Steuerberater zu klären.)

Maßnahmen zur finanziellen Unterstützung von Arbeitgebern bei der Zahlung von Sozialversicherungsbeiträgen
Private Versicherungen bei Betriebschließung

Von der Schließung betroffene Betriebe sollten überprüfen, ob sie eine Betriebsschließungsversicherung abgeschlossen haben und wie die Klauseln im konkreten Versicherungsvertrag ausgestaltet sind. Ein pauschaler Versicherungsschutz besteht nicht.

Einige Versicherungen bieten Betriebsunterbrechungsversicherungen oder auch Infektionsschutzversicherungen an. Auch hier gilt es ggf.  Unter Umständen gibt es Ausschlussklauseln für Pandemie oder auch eine Schadensminderungspflicht zu prüfen. (Bei letzterer wird die Versicherung nicht greifen, sofern ein Außer-Haus-Verkauf gestattet und möglich ist. Zudem ist es so, dass spätere Versicherungsfälle vermutlich mit der gegenwärtigen Umsatzsituation bewertet werden, so dass die eigentliche Ausfallzahlung sehr gering sein wird.)

Der DEHOGA Verband zu Corona bedingten Betriebsschließungsversicherungen:

Der Umfang der Leistungen ist abhängig von der jeweiligen Versicherung. Bei Bestehen einer Betriebsschließungsversicherung wird in der Regel Ersatz geleistet, wenn beispielsweise ein Tätigkeitsverbot für Mitarbeiter angeordnet wird. Dann zahlt die Versicherung zeitlich befristet die Bruttolohnkosten. Es kann auch die schriftliche Empfehlung der Behörde genügen, dass eine Entschädigung für die Kosten einer Desinfektion des Betriebes gezahlt werden oder auch finanzieller Ersatz, wenn Lebensmittel vernichtet werden müssen.

In der Regel gilt, dass eine abgeschlossene Ausfallversicherung aktiv wird, wenn eine Betriebsschließung behördlich angeordnet ist.

Informationen für Gastronomiebetriebe der DEHOGA: http://www.dehoga-corona.de/

 

DEHOGA Infoblatt

Sicherung des eigenen Lebensunterhalts für Selbstständige

Agentur für Arbeit

Ein Anspruch auf Arbeitslosengeld (ALG I) kann auch für Selbstständige unter folgenden Bedingungen entstehen:

  • Selbstständige, die innerhalb der letzten 30 Monate in einem sozialversicherungspflichtigen Angestelltenverhältnis insgesamt 12 Monate in die Arbeitslosenversicherung eingezahlt haben oder
  • Selbstständige, die mindestens bereits seit 12 Monaten freiwillig in der Arbeitslosenversicherung versichert sind und Beiträge dafür gezahlt haben oder
  • deren Restanspruch aus einem vorherigen Arbeitslosengeldanspruch seit dem Entstehen noch nicht verjährt ist (vier Jahre)

Sollte einer der oben genannten Fälle auf Sie zutreffen und sollten Sie bereit sein, Ihre selbständige Tätigkeit aufzugeben, um sich dem Arbeitsmarkt für beitragspflichtige Tätigkeiten zur Verfügung zu stellen, könnte ein Anspruch auf Arbeitslosengeld bestehen. Dieser muss im Einzelfall von der Agentur für Arbeit geprüft werden.

Um Arbeitslose in der Krise weiter zu unterstützen, hat der Koalitionsausschuss des Bundes beschlossen, dass der Bezug von ALG I um drei Monate verlängert wird – für alle, deren Anspruch zwischen dem 1. Mai und 31. Dezember 2020 enden würde. Für Arbeitslose ab 50 Jahren steigt die ALG-I-Bezugsdauer in mehreren Schritten auf bis zu 24 Monate. Voraussetzung ist, dass sie 48 Monate oder länger versicherungspflichtig waren. https://www.tagesschau.de/inland/corona-koalition-101.html

Für Fragen stehen Ihnen die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der Arbeitsagenturen unter folgender Rufnummer als Ansprechpartner zur Verfügung.

Bundesweit unter: 0800 45555 00

Selbständige aus dem Agenturbezirk Coesfeld unter: 02541 919 700

Bei schriftlichem Kontakt mit der Agentur für Arbeit beachten Sie bitte die Nutzung der Großkunden-Postleitzahl:

AA Bochum                               44771 Bochum
AA Coesfeld                              48649 Coesfeld
AA Ahlen-Münster                    48138 Münster
AA Recklinghausen                  45630 Recklinghausen
AA Rheine                                 48416 Rheine
Familienkasse NRW Nord        44785 Bochum

Wir empfehlen vorab eine Kontaktaufnahme mit uns. Die Kontaktdaten finden Sie am Ende dieser Übersicht.

JobCenter

Sofern kein Anspruch auf Leistungen der Bundesagentur für Arbeit besteht:

Selbstständige, die keine Beiträge zur Arbeitslosenversicherung leisten und damit keinen Anspruch auf Leistungen der Bundesagentur für Arbeit haben, können sich zur Sicherung ihres eigenen Lebensunterhaltes an das für sie zuständige Jobcenter wenden. Die Zuständigkeit richtet sich nach dem jeweiligen Wohnort. Wir empfehlen vor Antragstellung möglichst eine telefonische Kontaktaufnahme. Eine Liste der jeweils zuständigen Ansprechpartner finden Siefür den Kreis Borken unter https://kreis-borken.de/de/service/themen/soziales/soziales/dienstleistungen-aufgaben/jobcenter/jobcenter/allgemeine-information/ 

Sofern eine telefonische Kontaktaufnahme nicht möglich ist, können Anfragen und Anträge auch per Post, über die Hausbriefkästen oder per Mail an die Jobcenter der Städte und Gemeinden gerichtet werden. Aktuell stehen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Jobcenter nur in besonders dringenden Ausnahmefällen und nach vorheriger Terminabsprache für persönliche Kontakte zur Verfügung. Die Städte und Gemeinden verwenden in der Regel eigene Antragsvordrucke. Ggf. können auch die Antragsformulare der Bundesagentur für Arbeit verwendet werden: https://www.arbeitsagentur.de/arbeitslos-arbeit-finden/download-center-arbeitslos#1478809808529 . Es empfiehlt sich eine vorherige telefonische Abstimmung mit dem jeweiligen Jobcenter vor Ort.

Lt. Medienberichten hat Bundesarbeitsminister Hubertus Heil angekündigt, dass mit Wirkung ab 1. April 2020 für sechs Monate auf eine Vermögensprüfung und die Überprüfung des Wohnraums verzichtet wird.

Entschädigungen bei Verdienstausfall wegen Kinderbetreuung

Das Land NRW entschädigt berufstätige und selbstständige Eltern mit bis zu 67 Prozent des Nettoeinkommens (max. 2016 Euro pro Monat für max. sechs Wochen), wenn sie ihre Kinder wegen der Pandemie zuhause betreuen müssen und deswegen einen Verdienstausfall erleiden.

Der Anspruch besteht, wenn Schule oder Kita aufgrund einer behördlichen Anordnung geschlossen sind, die Kinder jünger als zwölf Jahre oder behindert sind und die Eltern keine anderweitige zumutbare Betreuung sicherstellen können. KEIN Anspruch besteht in den Ferien, bei Kurzarbeit oder während einer Freistellung.

Arbeitgeber oder Selbstständige können sich die Entschädigungen (auch rückwirkend für April) voraussichtlich ab Anfang Mai online vom LWL erstatten lassen.

Infos dazu gibt es unter http://www.corona-infektionsschutzgesetz-nrw.lwl.org

Servicetelefon 0800 9336397 (Mo – Sa, 7 bis 20 Uhr)

Insolvenzantragspflicht

Um zu vermeiden, dass betroffene Unternehmen allein deshalb einen Insolvenzantrag stellen müssen, weil die Bearbeitung von Anträgen auf öffentliche Hilfen bzw. Finanzierungs- oder Sanierungsverhandlungen in der außergewöhnlichen aktuellen Lage nicht innerhalb der dreiwöchigen Insolvenzantragspflicht abgeschlossen werden können, bereitet das Bundesjustizministerium die Aussetzung der Insolvenzantragspflicht für die betroffenen Unternehmen bis zum 30. September 2020 vor.

https://www.bmjv.de/SharedDocs/Pressemitteilungen/DE/2020/031620_Insolvenzantragspflicht.html

Rechtliche Maßnahmen / Erlasse

Verordnung zum Schutz vor Neuinfizierungen mit dem Coronavirus (04.05.2020)
Straftaten und Ordnungswidrigkeiten nach dem Infektionsschutzgesetz im Zusammenhang mit der Coronaschutzverordnung (CoronaSchVO)

Dienstleistungen, Services und wertvolle Tipps in Corona-Zeiten

Corona-Tipps aus dem Münsterland

Lokalen Handel unterstützen!

Dienstleistungen made @ Münsterland

Digitale Corona-Tipps aus dem Münsterland

Für Fragen stehen wir gern telefonisch oder per Mail zur Verfügung.

Ansprechpersonen

Tel.: 02561 97999 0

E-Mail: info@wfg-borken.de

Ansprechpartner: Dr. Heiner Kleinschneider, Ingo Trawinski, Dr. Markus Könning,
Inken Steinhauser, Ulrike Wegener, Andrea Severiens

Tel.: 02594 78240 28

E-Mail: info@wfc-kreis-coesfeld.de

Ansprechpartner: Dr. Jürgen Grüner, Thomas Brühmann

Kreishandwerkerschaft Borken

Tel.: 02871 252411

E-Mail: bocholt@kh-borken.de

Ansprechpartner: Christoph Bruns, Hildegard Bongert, Daniel Janning (02561 938911)

Kreishandwerkerschaft Coesfeld

Tel.: 02541 945622

E-Mail: kleinschnitker@kh-coesfeld.de

Ansprechpartner: Ulrich Müller, Frank Summen

Tel.: 02563 207316

E-Mail: ab@aiw.de

Ansprechpartner: Andreas Brill

Presseinformationen

Klöckner/Altmaier: Soforthilfen auch für Landwirte! Umsetzung durch die Länder steht – Gelder können schnell fließen
Landtag verabschiedet NRW-Rettungsschirm und Nachtragshaushalt zur Abfederung der Corona-Krise (24.03.2020)
Soforthilfen für Kleinunternehmen: NRW ergänzt Zuschüsse des Bundes (24.03.2020)
NRW Rettungsschirm - Präsentation

Dienstag, 26. Mai, 16 bis 17 Uhr

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Eine Sammlung häufig gestellter Fragen zur Soforthilfe (01.04.2020)

Ein Tutorial zum Antrag für Soforthilfe (27.03.2020)

Live-Stream von AIW, WFG und wfc am 20.03.2020 verpasst?

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Dipl. Volkswirt

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